Cordoba78 veröffentlichen Debütalbum „Afterhour Kaltenbrunnen“
Wenn man eine Band benennen müsste, die innerhalb von zwei Jahren von lokalen Jam-Sessions zu ausverkauften Kasematten-Shows und Plattendeal bei Sony geschafft hat, dann Cordoba78. Doch liegt die wahre Leistung ihres Debütalbums „Afterhour Kaltenbrunnen“ vielleicht nicht im schnellen Erfolg, sondern darin, dass hier eine Generation ihre eigene Überforderung in 14 Songs packt, ohne dabei in Selbstmitleid zu versinken. Entstanden zwischen Vorarlberg und Wien, ist das Album am 31. Juli 2026 erschienen und bündelt all das, was passiert, wenn die letzte Flasche Wein kreist und der Morgen bereits vor der Tür steht.
Anspieltipps sind auf alle Fälle „Averna Sour“, „Teneriffa“ und „der Himmel brennt in Europa“. Besonders der Fokustrack „alles nicht so einfach“ bringt das Lebensgefühl der Band auf den Punkt, aus Überforderung wird ein Mantra, aus Selbstberuhigung beinahe Zuversicht. Hier der Visualizer zu Gewitter.
Ein Album als Generationenportrait
Dass Cordoba78 nicht nur auf Platte überzeugen, bewiesen sie bereits vor dem Release-Datum mit drei aufeinanderfolgenden Auftritten Ende Juli als Support der Sportfreunde Stiller. Die Shows auf der Schlossbergbühne Kasematten in Graz und beim Zelt-Musik-Festival in Freiburg waren ausverkauft, den Abschluss bildete die Seebühne des Popfests Wien am 25. Juli.
Insgesamt stehen für die fünf Musiker aus dem vorarlbergischen Kaltenbrunnen in diesem Jahr über 70 Shows auf dem Programm, eine beeindruckende Zahl für eine Band, die erst 2023 angefangen hat, gemeinsam Musik zu machen. Dabei richtet sich ihr Blick nicht nur nach innen, auf persönliche Geschichten und Freundschaft, sondern auch auf ein Europa im Schockzustand, westliche Dekadenz und die Angst vor der Zukunft.
Vom Proberaum zum Plattendeal
„Afterhour Kaltenbrunnen“ ist Einladung und Bestandsaufnahme zugleich, eine gemeinsame Tanzfläche für alle, die gerade alles gleichzeitig fühlen. Die Geschichte der Band selbst liest sich fast wie ein Märchen aus der Musikbranche: Carlo Giulio Sossella, Tobias Fussenegger, Paul Pichler, Georg Pinter und Alex Fetz haben es in nur zwei Jahren geschafft, aus spontanen Jams eine der spannendsten neuen Bandgeschichten Österreichs zu schreiben.
Mit ihrem Debüt liefern sie nun den nächsten Schritt ab, irgendwo zwischen dem Ende einer viel zu langen Nacht und dem Anfang von etwas ganz Großem. Vielleicht wird am Ende doch alles gut, auch wenn man es sich erst oft genug selbst sagen muss. Ist ein Album über Überforderung am Ende nicht selbst schon die beste Bewältigungsstrategie?
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Die Debüt-EP „Sternstunde“ ist erschienen und sie beantworten 20 Fragen für uns.
Im Gespräch wird klar, dass diese vier alles gemeinsam machen. Außer streiten. Na ja, meistens.








