IL CIVETTO mit „Träume aus Lava“: Das fünfte Album der Berliner Band

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Träume, die wirklich aktivieren statt nur zu trösten. Dieses Versprechen könnte wie der nächste große Trugschluss klingen, doch wenn eine Berliner Band tatsächlich nie die Flucht aus der Realität gesucht hat, dann IL CIVETTO. Ihr fünftes Studioalbum „Träume aus Lava“ erschien am 28. August 2026 über Polydor und zeigt erneut, dass sich diese Band nicht damit zufriedengibt, bloß schöne Bilder zu zeichnen. Zwölf Tracks, die von Hoffnung singen, ohne zu verschweigen, dass der nächste Morgen auch ein kalter sein kann.

Der Titelsong bringt das Konzept präzise auf den Punkt: „Kann alles passieren“ lautet die zentrale Zeile im Song, gleichzeitig die Haltung hinter dem gesamten Album. Die Songs entstanden während einer dreiwöchigen Bandreise im Süden Marokkos im Frühjahr 2025, nachdem IL CIVETTO sich nach ihren intensiven Tourneen zu „Späti del Sol“ und „Liebe auf Eis“ bewusst aus dem Berliner Alltag zurückgezogen hatten.

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Euphorischem Aufbruch und stillem Zweifel

Musikalisch bewegt sich „Träume aus Lava“ durch zwölf Songs, darunter die Kollaborationen „WER WILLST DU DASS ICH BIN?“ mit Eala, „glücklich“ mit Juli Gilde und „JEMAND“ mit Mola. Die Produktion verbindet Pop-Dynamik mit der melancholischen Grundstimmung, die IL CIVETTO seit ihren Anfängen in den Berliner U-Bahnhöfen prägt. Jeder Song bleibt tanzbar, ohne dabei der inhaltlichen Tiefe zu opfern.

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Das Album singt von Hoffnung, ohne zu verschweigen, dass alles auch schiefgehen kann, und versteht Träume als etwas, das aktiviert, ins Handeln bringt und Realität verändert. Die Lyrics des Titelsongs sprechen von Träumen aus Lava, die sich unaufhaltsam durch die Stadt bahnen, von einem Neuanfang auf einem Vulkan aus Gedanken, von der Frage „was sollen wir verlieren?“, wenn man gemeinsam die Sterne zählt. Das ist kein naiver Eskapismus, sondern transformierende Kraft.

Träume, die nicht stillstehen lassen

Zwei exklusive Album-Release-Konzerte feierten das neue Werk am 5. September im Offenbacher Hafen 2 und am 6. September im Freiburger Waldsee, bevor IL CIVETTO ihre größte Albumtour starten. Die Herbsttour führt das Quintett durch ausverkaufte Clubs von Rostock bis Hamburg, von der Berliner Columbiahalle bis zur Muffathalle in München. Live zeigt sich, was diese Band ausmacht: Sie schaffen es, dass Euphorie und Melancholie kein Gegensatzpaar bilden müssen.

Die These vom Anfang löst sich nun auf: Träume können mehr sein als Ablenkung, wenn sie als Antrieb dienen. „Träume aus Lava“ ist genau das geworden. Ein Album, das nicht wegschaut, sondern vorwärts. Und damit die Frage: Wann habt ihr zuletzt einen Traum nicht nur geträumt, sondern wirklich verfolgt?

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