„Portrait Of A Lady On Fire“: Kelsey Lu kündigt Album für Juni an

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Manchmal sind es nicht die schnellen Flammen, die am tiefsten brennen. Kelsey Lu lässt mit „Portrait Of A Lady On Fire“ den Funken zur Glut werden und damit ein Verlangen spürbar werden, das sich nicht laut entlädt, sondern sich langsam in die Stille einschreibt. Die neue Single aus ihrem kommenden Album „So Help Me God“ klingt wie eine Frage, die man sich selbst stellt, wenn man nachts wach liegt und nicht weiß, ob das Gegenüber dasselbe fühlt.

„Portrait Of A Lady On Fire“ erschien diese Woche als zweite Vorabauskopplung zum Album, das am 12. Juni veröffentlicht wird. Mit einem visuellen Konzept, das von der BAFTA-ausgezeichneten Regisseurin Savanah Leaf umgesetzt wurde, baut Lu ihre filmische Welt weiter aus, die sie bereits mit „Running To Pain“ begonnen hat.

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Feuer braucht nicht immer Hitze

Der Song kreist um Sehnsucht, um das Aushalten von Distanz, um die Unsicherheit in der Begegnung mit einem anderen Menschen. Lu singt: „burning desire, do you ever get like this, I wonder“, und genau dieses Wundern bleibt im Raum stehen, unbeantwortet, fast schwebend. Produziert wurde „So Help Me God“ gemeinsam mit Jack Antonoff und Yves Rothman, und man hört die Handschrift einer Produktion, die sich Zeit nimmt und Räume öffnet, statt sie zu füllen. Wo die erste Single mit Spannung spielte, setzt dieser Track auf Zurückhaltung und lässt dem Unausgesprochenen Raum, sich selbst zu entfalten.

Neben intimen Konzerten im Blue Note in New York und Los Angeles präsentiert sie am 7. Mai in Venedig eine performative Installation namens „PENUMBRA“ – ein Werk, das als immersive Erweiterung des Albums konzipiert ist. Es scheint, als ob Lu ihre Musik nicht nur hörbar, sondern körperlich erlebbar machen möchte, als Ritual, als Raum, als gemeinsame Gegenwart.

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Transformation braucht Zeit und Tiefe

„So Help Me God“ markiert Lus erste Albumveröffentlichung seit sieben Jahren, seit ihrem Debüt „Blood“, und klingt wie ein Album, das genau diese Zeit gebraucht hat. Zehn Tracks, die zwischen Hingabe, Verlangen, Trauer und Transzendenz pendeln, ohne sich festzulegen oder zu erklären.

Es könnte sein, dass dieses Projekt weniger ein klassisches Album wird und mehr ein Erlebnis, das über die Hörgewohnheiten hinausgeht. Spürst du auch manchmal dieses brennende Verlangen, das nicht aufhört, nur weil es leise ist?

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