Zwischen Schule, Studio und „Gen Z Love“: Das Debütalbum von Ellice

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Zwischen Abiturstress und Musiktraum hat Ellice letzten Freitag ihr erstes Album veröffentlicht. Die Berliner Musikerin verarbeitet auf „Ellice im Wunderland“ ihre vergangenen zwei Jahre – samt The Voice Kids-Finale, Tour-Support für 01099 und einem Alltag zwischen Schulbank und Studio.

Der Titeltrack öffnet mit den Worten „Ich glaub, ich bin verliebt in die Version von dir“ eine Fantasiewelt, in der sich Verliebtheit und Realität nie ganz treffen. Die Songs sind durchzogen von Lyrics, die direkt aus einem Jugendtagebuch stammen könnten: ehrlich, emotional und immer mit einem Pop-Appeal, der sich irgendwo zwischen Ariana Grande und TikTok-Soundästhetik einpendelt.

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Zwischen TikTok-Hooks und Trennungsschmerz

„Goodbye Eyes“, „not your (remedy)“ oder „Hab dir nie gesagt“ – fast jeder Song auf dem Album hat Herzklopfen oder Herzschmerz im Gepäck. Dabei wagt sich Ellice auch an düstere Momente, etwa wenn sie im Song „Goodbye Eyes“ über letzte Blicke und gebrochene Versprechen singt. Gleichzeitig zeigt sie mit Tracks wie „L.O.V.E.“ oder „Motten“ eine selbstbewusste, fast rotzige Seite.

Die Beats bleiben dabei variabel: mal clubtauglich, mal R&B-lastig, mal soft wie bei „Chasing A Ghost / New York“. Produzent Tim Tautorat verleiht dem Ganzen eine klare Struktur, ohne den jugendlichen Charme zu glätten. Und: englische Lines streut Ellice so beiläufig ein, als hätte sie nie anders gesprochen – ein Sprachmix, der für viele Gen Z-Artists mittlerweile Standard ist.

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Zwischen Hasenbau und Hauptstadt

„Ellice im Wunderland“ ist ein Album über das Dazwischen. Zwischen Schulabschluss und Plattenvertrag, zwischen Herzrasen und Herzleere, zwischen Popstar-Fantasie und Alltagsrealität. In „Gen Z Love“ verpackt Ellice Internet-Romantik in Reimform und Emojis, während sie auf „Lovesongs“ gemeinsam mit Tom Hengst flirtet – allerdings nicht ohne ironische Distanz.

Das Album endet mit „Chasing A Ghost / New York“, einem nachdenklichen Track, der offenlässt, ob das Kapitel nun abgeschlossen ist oder gerade erst beginnt. Die 17-Jährige findet mit ihrem Debüt eine klare Sprache für Gefühle, die viele in ihrer Generation kennen – und das, ohne sich anzubiedern oder zu sehr auf Drama zu machen.

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