„mama“ von BELLA: Wer ist da, wenn die Stärksten schwach sind?

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Wenn eine 21-Jährige ihrer Mutter ein Lied schreibt, geht das sofort ins Herz. BELLA stellt in „mama“ eine Frage, die selten laut gestellt wird: Wer ist eigentlich für diejenigen da, die immer für alle anderen da sind? Die Wahlwienerin singt seit sie klein ist mit ihrer Mutter und jetzt ist ein Song entstanden, der weit über gemeinsame Gesangsessions hinausgeht.

Die Single öffnet einen Raum für Verletzlichkeit, der viele in ihren Zwanzigern trifft. BELLA singt von der Mutter-Tochter-Beziehung, von Abwesenheit trotz Liebe und von der Erkenntnis, dass auch die stärksten Menschen im Umfeld Halt brauchen.

„Die Zeit vergeht so schnell, ich hasse es“

„Mit jedem Jahr komm‘ ich seltener heim / Seh‘ dir an, wie sie vergeh’n“. BELLA beschreibt den Moment, in dem aus der Tochter langsam eine erwachsene Person wird, die ihre eigene Welt aufbaut und dabei merkt, wie sehr sie die Mutter unbewusst zurücklässt. Und auch wenn das der Lauf des Lebens ist, ist das gar nicht so einfach.

„Die Zeit vergeht so schnell, ich hasse es“ sagt BELLA selbst und ich glaube vielen in diesem Alter geht es ganauso. Gerade in den Zwanzigern, nach der Pubertät, beginnen viele, ihre Eltern nicht mehr nur in ihrer Rolle als Mutter oder Vater zu sehen, sondern als Menschen mit eigener Lebensgeschichte, Träumen und Schwächen. Erst dann begreift man dass die eigenen Eltern älter werden und die gemeinsame Zeit endlich ist.

BELLAs Stimme begleitet den Song mal zerbrechlich, mal entschlossen, als würde sie sich selbst Mut zusprechen. Der Refrain ist dabei kraftvoll, die Strophen sanft. Der Song ist keine reine Liebeserklärung, sondern eine ehrliche Auseinandersetzung mit Schuld, Sehnsucht und dem Wunsch, endlich zurückgeben zu können.

Und plötzlich sind es nur noch Tagesbesuche

Seit ihrem Umzug nach Wien hat sich BELLAs Fokus verschoben: Während früher vor allem Liebeslieder im Vordergrund standen, geht es heute um Selbstfindung, Überforderung und die Abgründe des Erwachsenwerdens. Der plötzliche Erfolg, das viele Reisen, die ständige Bewegung, all das hat Spuren hinterlassen.

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„Das ganze letzte Jahr nicht einmal da gewesen / Ich schenk‘ dir keinen Tag, du mir mein ganzes Leben“ schreibt BELLA. Mit dem eigenen Erwachsenwerden steigt oft die Wertschätzung für die gemeinsame Zeit, weil man realisiert, wie schnell sie verrinnt. Wann habt ihr das letzte Mal gefragt, wer eure Eltern eigentlich auffängt?

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