Jack Dean über Musikalische Vielfalt und das kommunizieren von Gefühlen

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Jack Dean ist 26 Jahre alt und kommt aus Somerset, England. Inspiriert von seinem Umfeld singt er über Geschichten und Erfahrungen, die er beobachtet oder selbst erlebt hat. Das gemischt mit einer Vielzahl an musikalischen Einflüssen aus seiner Kindheit ist der Schlüssel zu seinen energetischen Songs. Dabei produziert, schreibt und spielt er alle Instrumente selber.

Jack Dean veröffentlicht seit 2023 seine eigene Musik. Im Interview spricht der junge Musiker mit uns über seine neue Single „Mercy“ und lässt uns damit tiefer in seine Emotionen eintauchen. Das folgende Interview wurde aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

„Schwierige Zeiten und Gefühle lassen sich immer besser gemeinsam tragen, und diese Menschen werden dankbar sein, ein Teil deines Weges zu sein, das alles herauszufinden.“

BANDUP: Am Anfang deiner Karriere hast du Remakes von Songs gemacht und deine eigenen Melodien eingebaut – wie hast du diese Songs ausgewählt, und gibt es etwas aus dieser Zeit, das du heute noch für deine eigene Musik nutzt?

Jack Dean: Ich habe mich hauptsächlich auf Songs konzentriert, die ich zu der Zeit gefeiert hab – das war meistens ein catchy Track von einem neu entdeckten Album.

Ich habe versucht, die Sounds und Produktionstechniken nachzubilden, die sie verwendet hatten, indem ich sie immer wieder gehört und einfach mit den Tools herumgespielt habe, die mir zur Verfügung standen. Das ist etwas, das ich bis heute noch mache. Meine Tools und meine Neugier sind gewachsen und haben sich erweitert, und das geht immer so weiter.

Experimente formen den Stil

BANDUP: Inwiefern hat die Musik, die dir dein Vater näher gebracht hat, deinen musikalischen Stil beeinflusst?

Jack Dean: In jeder Hinsicht. Mein Vater hat mich mit Musik von Heavy Metal bis hin zu romantischen Pop-Balladen und so ziemlich allem dazwischen bekannt gemacht. Allein schon zu wissen, dass all diese Musik existiert und dass Musik nicht nur eine einzige Form annehmen muss, ist etwas, das ich jeden Tag mit mir trage.

Ich bemühe mich immer daran zu denken, mich nicht auf einen Sound oder eine bestimmte Arbeitsweise festlegen zu lassen, sondern immer weiter zu erkunden und zu experimentieren.

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BANDUP: Du bist weit weg von großen Musikzentren aufgewachsen, lebst aber jetzt in London. Wo machst du am liebsten Musik, und was hat sich durch den Umzug in die Großstadt verändert?

Jack Dean: Ich liebe die Stadt für die Energie, die sie einem gibt. Ob LA, London oder eine andere Großstadt – meiner Erfahrung nach gibt es dort eine Dringlichkeit, die super ansteckend ist. Sie sie gibt einem die Motivation morgens ins Studio zu gehen und das Tag für Tag wieder zu tun. Auf dem Land vergeht die Zeit langsamer.

Die Dringlichkeit ist weniger präsent, wird aber durch eine Ruhe ersetzt, die ich ebenfalls liebe. Beide Umgebungen haben einen Platz in meinem Herzen und einen Zweck fürs Musikmachen. Ich glaube, man muss einfach die Umgebung finden, die für einen als Person zu einem bestimmten Zeitpunkt oder für ein bestimmtes Projekt am besten passt.

Kommunikation durch die Musik

BANDUP: Was hält dich am Laufen und wie gehst du mit Druck in solchen Zeiten um?

Jack Dean: Ich trage vier Worte immer bei mir: „Just Don’t Give In“ (Gib einfach nicht auf).

BANDUP: Bezogen auf die Situation, die du in deinem neuen Song „Mercy“ beschreibst, dass du nicht genug Zeit für deine Familie, Freunde und deine Freundin hast – hast du einen Rat für Menschen, die sich genauso fühlen?

Jack Dean: Sprich mit den Menschen um dich herum. Hab keine Angst davor, diese Gefühle mit den Menschen zu teilen, die dir wichtig sind. Das Leben ist ohnehin schon schwer genug, besonders unter dem Druck und dem Auge der Öffentlichkeit unter dem man in einem kreativen Beruf steht. Schwierige Zeiten und Gefühle lassen sich immer besser gemeinsam tragen. Diese Menschen werden dankbar sein, ein Teil des Weges gewesen zu sein.

Der Song formt sich von selbst

BANDUP: Wie hast du es geschafft, diese negativen Emotionen in einen Feel-Good-Popsong zu verwandeln und war das schwer für dich?

Jack Dean: Wie bei all meinen Songs war es nicht wirklich geplant. Ich versuche mein Bestes, mich von natürlichen Gefühlen und Instinkten leiten zu lassen und „Mercy“ ist da keine Ausnahme gewesen. Ich habe einen Beat und ein paar Akkorde gefunden die ich gefeiert hab, aber die Geschichte und die Bedeutung in den Texten habe ich im Laufe des Prozesses gefunden.

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Mehr Informationen

BANDUP: Wo siehst du dich zukünftig auf kreativer Ebene? Welche Storys möchtest du gerne erkunden und wie hoffst du, dich dabei als Künstler weiterzuentwickeln?

Jack Dean: Ich möchte einfach so lange wie möglich weiter Musik machen. Ich möchte weiter experimentieren, neue Arbeitsweisen finden und diese Musik mit vielen Menschen auf der Welt teilen. Solange ich das tun kann, glaube ich, werde ich ein sehr glücklicher Mann sein.

BANDUP: Mit welchem Artist würdest du gerne einmal zusammenarbeiten?

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Jack Dean: Labrinth. Falls du das liest: Ich glaube, wir könnten zusammen etwas Magisches erschaffen!

BANDUP: Und zum Schluss: Welchen Song oder Artist würdest du unserer Community gerade empfehlen?

Jack Dean: Kamal – how the f*** does everybody else manage


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