FELINIO hebt ab: Die EP „Highscore“ kombiniert Retro-Vibes & Indie-Gitarren

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FELINIO legt mit seiner neuen EP „Highscore“ vier Songs vor, die ziemlich klar zeigen, wie sich Indiepop und Retro-Arcade-Feeling miteinander verbinden lassen. Dabei bleibt der Münchner Artist seinen elektronischen Wurzeln treu, setzt aber hörbar stärker auf Gitarren, Drums und markante Hooks. Die Tracks bewegen sich irgendwo zwischen digitaler Romantik, nächtlicher Großstadt und Situationen, die gleichzeitig absurd und total nachvollziehbar sind.

Besonders der Mix aus Nostalgie, warmen Synths und direkter Gitarrenarbeit macht die EP spannend – nichts klingt glattgebügelt, eher so, als würde man spätabends durch halbbeleuchtete Straßen laufen und sich selbst beim Nachdenken beobachten. FELINIO nutzt Popkultur-Bilder, Weltraum-Motive und Alltagsbeobachtungen, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen.

„Highscore“ als neues Level

Die vier Songs – „Asteroid“, „Powerbank“, „Patrick Swayze“ und „Realität“ – funktionieren wie Kapitel in einem Spiel, das man eigentlich schon kennt, aber diesmal doch anders spielt. „Patrick Swayze“ ist dabei wohl der rockigste Moment der EP: treibender Achtelbass, ein sofort wiedererkennbares Gitarrenriff und die Idee, sich durch Tanzen halbwegs zusammenzuhalten, wenn Ghosting oder komplizierte Gefühle im Kopf hängen.

„Realität“ dagegen schiebt eine humorvolle Absurdität nach vorne, in der Echsenmenschen, Luftschlösser und kleine Realitätsfluchten Platz haben. Der Song wirkt wie ein Augenzwinkern, auch wenn es eigentlich ums Scheitern geht.

Vier Tracks zwischen Weltraumfantasie und Alltag

Mit „Asteroid“ bringt FELINIO einen der emotionalsten Songs der EP – melancholisch, treibend, und mit einer Hook, die das Gefühl einer Begegnung einfängt, die alles durcheinanderwirbelt. Der Song wirkt bildlich, ohne kitschig zu sein: Schwerelosigkeit trifft Verzerrung, Satelliten treffen auf Gitarrenriffs. „Powerbank“ wiederum geht musikalisch entspannter, fast schwebend, bleibt aber thematisch nah dran: Menschen, die wie ein Ladegerät funktionieren und uns in Momenten ohne Energie wieder hochfahren.

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Warm, leicht melancholisch, aber trotzdem nahbar – genau der Vibe, der FELINIO seit seiner ersten EP prägt. Mit „Highscore“ schafft er eine EP, die vertraut wirkt, aber genug neue Ideen mitbringt, um hängen zu bleiben.

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