„Island of Way Back“: Andrina Bollingers Album wächst mit stille und zeit

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Sechs Jahre hat Andrina Bollinger an ihrem neuen Album „Island of Way Back“ gearbeitet, bis sie es nun am 06. März veröffentlicht hat. In dieser Zeit ist ein sehr persönliches Werk entstanden: Es geht um Erschöpfung, Schlaflosigkeit und das Gefühl, sich im eigenen Körper zu verlieren – aber auch darum, wieder zurückzufinden.

Das Album gliedert sich in vier Kapitel: Disconnection, Listening Inward, Surrender und The Return. Bollinger beschreibt ihre Songs als kleine Rituale, die über Jahre hinweg Form angenommen haben. „Island of Way Back, is my way back to music and life“, sagt sie selbst – eine Insel, auf die sie sich zurückziehen konnte, um neu anzufangen.

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Selbstproduziert zwischen Zürich und Margate

Aufgenommen wurde „Island of Way Back“ in Andrina Bollingers Studio in der Zürcher Zentralwäscherei sowie bei Sessions in den Städten Margate und Winterthur. Die Produktion hat sie selbst übernommen, unterstützt von Schlagzeuger Arthur Hnatek, Bassist Jules Martinet und Mike Lindsay.

Klanglich bewegt sich das Album zwischen greifbar und ziemlich experimentell. Aus verschlafenen Handynotizen werden weite Soundscapes, und mit dem Bogen gestrichene Gitarrensaiten klingen plötzlich dunkel wie ein Cello. Von der Spannung in „Hands in the Ground“ bis zum letzten Track „Oh Anne„, bei welchem sie ein Gespräch mit ihrer verstorbenen Großmutter führt, bleibt alles nah und ehrlich.

ein Album Gegen den Perfektionsdruck

„In einer Branche, die ständige Sichtbarkeit verlangt, kann Rückzug wie Selbstsabotage wirken“, reflektiert Andrina Bollinger. Doch manche Musik braucht einfach Stille und Zeit um zu wachsen. „Island of Way Back“ ist deshalb auch ein Album, das sich bewusst nicht vom ständigen Leistungsdruck treiben lässt.

Die Musikerin setzt mit dem Album ein klares Zeichen. Elf Songs, die zeigen: Manchmal ist der Rückzug der mutigste Schritt nach vorn. Was glaubt ihr: Braucht es mehr solcher Alben, die sich Zeit nehmen?

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