Marlo Grosshardt veröffentlicht „Rasselbande“ und „Realität“

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Politische Botschaften und Pop-Melodien gelten in der deutschen Musikszene oft als schlechte Kombi. Marlo Grosshardt macht seit ein paar Jahren genau das Gegenteil und gewinnt damit immer mehr Hörer*innen.

Der Hamburger Sänger veröffentlicht mit „Rasselbande“ und „Realität“ zwei neue Singles, die Teil seines kommenden Albums „Bildet Banden“ sind, das im Sommer 2026 erscheint. Bereits die März-Single „Kriege ohne mich“ zeigte, wohin die Reise geht: Marlo Grosshardt stellt die Frage, was uns als vermeintliche Gewinner*innen dieses Systems noch passieren muss, bis wir aufhören, einfach zuzuschauen.

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Raues Pop-Gewand, unbequeme Texte

„Rasselbande“ und „Realität“ klingen nach dem, wofür Marlo Grosshardt bekannt ist: gesellschaftskritische Texte, die in melodiöse Pop-Strukturen verpackt werden, ohne dabei ihre Schärfe zu verlieren. Der 23-jährige Hamburger schreibt über eine gespaltene Gesellschaft und den Mut, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, ohne dabei den Eindruck zu erwecken, er hätte die Antworten bereits parat.

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Dass Marlo Grosshardt dieses Thema ausgerechnet jetzt ins Zentrum stellt, dürfte kein Zufall sein. In einem politischen Klima, das zunehmend nach Aufrüstung ruft, setzt Marlo Grosshardt mit „Kriege ohne mich“ und den neuen Singles bewusst ein Gegengewicht, das sich weniger nach Manifest als nach ehrlicher Auseinandersetzung anfühlt.

Große Bühnen, offene Fragen

Im Mai geht Marlo Grosshardt als Support von Bosse auf einer ausgedehnten Deutschland-Tournee durch Städte wie Köln, Hamburg und Berlin. Dazu kommen Sommerauftritte bei Festivals wie dem Traumzeit Festival, Rocken am Brocken und dem Hafensommer Würzburg.

Der Widerspruch aus dem ersten Satz löst sich damit so auf: Politische Botschaften und gute Melodien schließen sich bei Marlo Grosshardt nicht aus. Sie bedingen sich gegenseitig, und genau das ist es, was seinen Sound von vielen anderen deutschsprachigen Künstler*innen unterscheidet. Was glaubt ihr: Kann Popmusik heute noch wirklich politisch sein, oder wird jede Botschaft durch den Rahmen des Entertainments automatisch entschärft?