GOOD GIRL: Remote Bondage schicken das brave Mädchen in die Hölle
Elf Songs, ein Manifest in Rosa und jede Menge Wut. Das Berliner Quintett Remote Bondage veröffentlicht heute ihr Debütalbum „GOOD GIRL“ und macht damit genau das, was der Titel des Eröffnungstracks verspricht: „Good Girl (go to hell)„. Produziert von Dennis Borger, vereint die Band aus drei Sängerinnen, einer Bassistin und einem Drummer auf ganz natürliche Weise Opern- und Musicalelemente mit Moshpit-Beats.
Der Fokustrack setzt den Ton sofort: Wer sich bisher still verhalten hat, für andere seinen Raum aufgegeben hat und nie genug war, der schickt dieses innere Konstrukt jetzt in die Hölle. Die Lyrics sagen es direkt: „Sie gibt ihren Raum auf / Für die andern‘ weil Sie’s leider so gelernt hat“. In der zweiten Strophe dreht sich das Bild. Sie tauscht Ja gegen Nein, nimmt ihren Raum ein und schuldet niemandem ein Lachen. Hier das Musikvideo.
Das Album: Von Mario Kart zu Menstruation
„GOOD GIRL‘“ ist kein Album, das nur einen Nerv trifft. Remote Bondage behandeln Liebe, Kapitalismuskritik, das sexuelle Heranwachsen und den ersten Herzschmerz.
Und weil ein feministisches Album ohne das Thema Menstruation unvollständig wäre, gibt es auch eine „Ode an die Periode“, gefolgt von einer Orgel-Interlude namens „Maria durch den Zyklus ging“. Das klingt nach viel, funktioniert aber, weil Remote Bondage gesellschaftlichen Druck in tanzbare Hymnen verwandeln können, wie es der Tonspion treffend formulierte.
Tour durch elf Städte ab April
Wer das Album live erleben will, hat ab dem 20. April die Gelegenheit dazu. Remote Bondage spielen elf Konzerte durch Deutschland und machen unter anderem in Leipzig, Köln, Hamburg, München und Wien halt.
Hinter der Band stehen bereits zwei Festivalsommer, ausverkaufte Headliner-Touren und Support-Shows für Von Wegen Lisbeth. Was denkt ihr: Kann ‚“GOOD GIRL“ der Startschuss für Remote Bondage in eine größere Liga sein?
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