„Keine Angst“: Danger Dan veröffentlicht im Oktober sein neues KlavierAlbum

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Kann ein Mann am Klavier mit einer roten Bomberjacke wirklich etwas gegen den aufziehenden Faschismus ausrichten? Danger Dan beantwortet diese Frage nicht theoretisch, sondern praktisch. „Keine Angst“ ist dabei weniger Beruhigung als vielmehr Anleitung.

Fünf Jahre nach „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ bleibt Danger Dan seinem sehr reduzierten Stil treu. „Keine Angst“ ist ziemlich minimal gehalten, aufgenommen bei ihm zuhause, zusammen mit seinem Bruder Panik Panzer, abgemischt von Philipp Schwär. Mehr als ein Streicherquartett aus Zürich braucht es kaum dazu. Das Ergebnis: romantischer Agitprop-Chanson, der aus Punk, Hip-Hop und der politischen Liedermacherbewegung ein eigenes Genre zaubert.

Gelassen im Sound, ernst in der AussagE

Ich habe viel erlebt, bin ein bisschen gereist, hab viele gute Leute besucht, mal gefragt, wie es ihnen eigentlich geht, und hab mich dann nächtelang ans Klavier gesetzt und all diese Eindrücke zu neuen Liedern verarbeitet.

Die Themen auf „Keine Angst“ reichen von Leben und Tod über Anleitungen zum Widerstand bis hin zu Versicherungsvertretern und der Frage, was am Ende wirklich bleibt. Danger Dan hat sein Klavierspiel verfeinert und die Texte im Sitzen aufgenommen, weil „es entspannt sein muss und salopp“. 

„Keine Angst“ ist kein Liebeslied und auch kein naives Gemeinschaftsideal, sondern schaut ziemlich direkt auf die Realität. Mit trockenem Humor und einer gewissen Nonchalance trifft Danger Dan genau den Punkt, der gerade eh überall mitschwingt: Wenn rechte Umfragewerte steigen, Antisemitismus wieder lauter wird und Solidarität eher bröckelt, braucht es Kunst, die nicht drum herumredet, sondern Haltung zeigt.

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Keine Angst vor ausverkauften Hallen

Vom 23. Oktober bis 20. Dezember 2026 geht Danger Dan mit den neuen Liedern auf große Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Stationen sind unter anderem Berlin, Hamburg, München, Köln und Wien. 

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Für Menschen, die sich den Eintritt finanziell nicht leisten können, bietet Danger Dan Solitickets an. Vielleicht ist die Frage also nicht, ob ein Mann am Klavier etwas ausrichten kann. Sondern: Wann warst du das letzte Mal wütend genug, um mitzusingen?

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