Keine Sehnsüchte auf Anda Morts‘ Debütalbum „ANS“
Am Freitag war es soweit, Anda Morts verkündete auf seinem Instagram-Profil: „Wir haben unser erstes sehr lautes Kind bekommen <3 <3“. Und das Debütalbum „ANS„, was einfach oberösterreichisch für „eins“ ist, wurde geboren.
Anda Morts ist sich treu geblieben: simpel, beschreibend, punktgenau. Resignation, Realismus, Belanglosigkeit – für große Sehnsüchte oder Träumereien ist da kein Platz. Im Interview mit fm4 stellt er fest:
Ein roter Faden ist mir nicht wirklich gelungen. Aber die Leute finden eh selber einen.
Anda Morts erzählt von seinen struggles und den Decken die ihn im „Bett“ behalten, oder auch auf „Heute oder morgen“ von der tristen Welt und dem vermeintlichen Mental Health-Gang vor die Tür: „Ich geh raus nur zum betäuben / Wenn wir auf paar Biere gehen“. Wie der Musiker DIY „Krawall macht“ und welche Instrumente er dafür benutzt, zeigt er uns persönlich auf Instagram:
„Ich könnt kotzen, wenn ich euch seh“ – „ANS„ Ist auch politisch laut
Dass Anda Morts nicht unpolitisch ist wird schon durch seine Punker-Attitüde und EP „Montage“ klar. Während da seine Haltung er zwischen den Zeilen zu greifen ist, wird er auf „ANS“ ganz deutlich.
In diesen Songs war mir wichtig, absolut keine Nuancen oder Uneindeutigkeiten einzuarbeiten, sondern ich wollte ganz klar sagen, wo ich auch mit Blick auf die politische Entwicklung in Österreich und überall sonst stehe. Das sind für mich hochemotionale Themen, keine Reflexionen.
Der Punk-Künstler spricht sich aus auf „Kein Bock“ aus gegen Frauenhass und und macht auf „Faschos„, Faschos ganz klar eine Ansage, bevor er sie „zerlegt“.
Anda Morts‘ Lebensrealität auf „Freitag“
Ein Track, der es irgendwann auf fast alle Künstler*innen-Platten schafft, ist einer, der sich auf das eigene Leben bezieht, das Musikschaffenden-Dasein. Manche nutzen diese Gelegenheit und inszenieren sich selbst als Künstler-Persönlichkeiten, ob bei Nina Chuba im Song „NINA“ oder Zartmann in „wie du manchmal fehlst„.
Bei Anda Morts findet dieses Phänomen nun auf seinem Song „Freitag“ Einzug. Allerdings auf eine keineswegs abgehobene oder glamouröse Art, stattdessen lässt er sich von seinen Kumpels im dazugehörigen Musikvideo im Pyjama durch die Gegend tragen.
„Sie“ in laut und leise
Ein zumindest zwischen den Zeilen süßer Songs ist „Sie„. Anda Morts singt über „Sie„, ihre Träume und ihren unbekümmerten Lifestyle. Dazwischen geht es um ihre zwischenmenschliche Beziehung miteinander „Sie will rauchen und ich hab grad Zeit“. Schließlich muss er feststellen, dass sich ihre Lebensrealitäten voneinander entfernt haben. Sie ist nicht mehr das Mädchen mit dem Dreck an den Schuhen, sondern scheint „gesettelt“ mit Wohnung und Freund: „Ich frag ‚willst du eine rauchen?‘ / ‚Nein danke, aber lieb'“. Das Besondere an diesem Song: Es gibt ihn in zwei Versionen – einmal eher verträumt, beobachtend und einmal das „Original“ in energiegeladen und laut. Da scheint die Zugabe gleich vorprogrammiert.
Wer „ANS“ und Anda Morts-Classics live erleben mag, der hat diesen Winter die Chance auf seiner „Jetzt aber wirklich“-Tour.
“JETZT ABER WIRKLICH!” Termine
15.10.25 Graz PPC
16.10.25 Salzburg Rockhouse
17.10.25 Dornbirn Conrad Sohm
18.10.25 Innsbruck Treibhaus
24.10.25 Wien Arena
26.10.25 München Strom (sold out)
27.10.25 Heidelberg halle
02 28.10.25 Köln Gebäude
9 29.10.25 Koblenz Circus Maximus
31.10.25 Kassel Schlachthof
01.11.25 Bremen Lagerhaus
02.11.25 Dortmund Junkyard
03.11.25 Hannover Bei Chéz Heinz
05.11.25 Bielefeld Nummer zu Platz
06.11.25 Hamburg Kunst
07.11.25 Rostock Peter-Weiss-Haus
12.11.25 Berlin SO 36 (sold out)
13.11.25 Jena Casablanca
14.11.25 Mainz Schon Schön
15.11.25 Konstanz Kulturladen
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