Luvcat veröffentlicht düstere EP „Lovebites“ mit Pete Doherty & Dr. John
Liebe als unsichtbarer Killer – das ist keine Metapher, wenn man Luvcats neue EP „Lovebites“ hört, sondern eine sehr reale Bedrohung, die sich in düstere Balladen verwandelt hat. Die Songwriterin aus Liverpool hat eine vierteilige Sammlung erstellt, in der Murder Ballads auf Vampir-Romanzen treffen und jede Geschichte auf wahren Erlebnissen basiert. Es ist dunkler Glamour mit blutigen Zähnen, der nicht nur verführen, sondern auch verletzen will.
„Lovebites“ erscheint heute als EP und baut das Universum ihres Debütalbums „Vicious Delicious“ konsequent weiter aus. Im Zentrum steht „Silent Killer“, ein opulenter, fast filmischer Song über eine Kohlenmonoxidvergiftung in ihrer ehemaligen Londoner Wohnung. Die Streicher tragen eine verdrehte Liebesgeschichte, während Luvcat singt: „The heavens below and the hell above / the kiss of death and the bite of love„.
Punk-Poeten und elektrische Stühle
Neben dem bereits veröffentlichten „Vampire At The Beach“, das CLASH als „einen blutgetränkten Akt alternativer Pop-Verführung“ beschrieb, holt sich Luvcat für „He’s My Man (The Anniversary)“ Unterstützung von Punk-Poet Dr. John Cooper Clarke.
Die beiden trafen sich bei den Northern Music Awards in Liverpool und entdeckten ihre gemeinsame Vorliebe für schwarzhumorige Geschichten. Cooper Clarke kommentierte die Zusammenarbeit trocken: „Sie suchten nach einer potenziellen Leiche. Warum ausgerechnet ich?„
Troubadoure, Toaster und italienische Unterwäsche
Den emotionalen Höhepunkt bildet „Electric Chair“ mit Pete Doherty, entstanden während einer gemeinsamen Tour durch Frankreich. Die dramatische Beichte erzählt von einer Protagonistin auf dem elektrischen Stuhl, die ihre romantischen Verfehlungen gesteht und darauf besteht, auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise begraben zu werden.
Doherty improvisierte die Zeile „Tie me to the electric chair in my Italian underwear… just promise me you’ll pay the leccy bill“ spontan auf der Bühne, während seine Hunde zu Luvcats Füßen lagen. Die EP zeigt, dass Luvcat nicht nur die dunklen Seiten der Liebe erkundet, sondern auch die Grenze zwischen Fiktion und Autobiografie bewusst verwischt. Ist Liebe wirklich ein unsichtbarer Killer, oder brauchen wir diese düsteren Metaphern, um unsere eigenen emotionalen Abgründe zu verstehen?
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