Elf Songs, ein Bekenntnis: Dressed Like Boys bricht mit alten Mustern
Mit „Dressed Like Boys“ bringt Jelle Denturck sein erstes Soloalbum raus. Bekannt ist er bisher als Sänger der belgischen Band DIRK., jetzt öffnet er mit seinem neuen Projekt eine sehr persönliche Tür. Die Platte erscheint am 29. August 2025 über Mayway Records und umfasst elf Songs, die Themen wie Selbstakzeptanz, Trauer und queere Geschichte behandeln. Musikalisch greift Denturck auf Sounds der 70er-Jahre zurück, von Orgelklängen bis zu Streichern, und mischt sie mit modernem Indie-Pop.
Dabei geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Haltung. Songs wie „Pride“ oder „Stonewall Riots Forever“ greifen queere Erfahrungen auf, erzählen von Gewalt, Widerstand und Intimität. Denturck zeigt, dass persönliche Geschichten und gesellschaftliche Fragen untrennbar verbunden sein können.
Intime Geschichten statt Studio-Glätte
Entstanden ist das Album nach einer ungewöhnlichen Wendung. Erste Studioversionen gefielen dem Label weniger als die ursprünglichen Demos. Also nahm Dressed Like Boys die Songs noch einmal auf – diesmal mit dem Ziel, die rohe Nähe und Direktheit der Entwürfe einzufangen. Das Ergebnis sind Stücke, die bewusst leise bleiben und dadurch an Stärke gewinnen.
Tracks wie „Healing“, „Pinnacles“ oder „Gregor Samsa“ zeigen Denturck von seiner verletzlichen Seite. Er singt über Erinnerungen an sein Heimatdorf, über den Verlust seiner Mutter und über das Ankommen bei sich selbst. „Being alive is a miracle and to fully realize that every day is magic“, sagt er über die Erfahrung, die seine Musik geprägt hat.
Ein Soundtrack für Selbstbefreiung
„Dressed Like Boys“ ist mehr als ein Nebenprojekt – es ist die Musik, die Denturck laut eigener Aussage „am nächsten an sich selbst“ fühlt. Während er in seiner Band DIRK. zurückhaltender mit Texten umging, nutzt er hier den Raum für intime Einblicke. Das Album wirkt wie eine Sammlung von Momenten, in denen Schmerz, Befreiung und Liebe nebeneinanderstehen.
Wer die Songs live erleben will, hat im Herbst Gelegenheit dazu: Geplant sind Konzerte in Köln, Hamburg, Berlin und weiteren Städten. Ob auf Platte oder Bühne – Dressed Like Boys zeigt, wie Pop persönlich und gleichzeitig politisch sein kann, ohne erhobenen Zeigefinger.
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