Kathi Deakin veröffentlicht ihr Debütalbum „Perennial“
Die Newcomerin Kathi Deakin hat mit „Perennial“ ihr Debütalbum veröffentlicht – ein stilles, intensives Werk über Verlust, Angst und das Ringen um Nähe. Die britisch-deutsche Musikerin erzählt darin von Momenten, in denen Schmerz immer wiederkehrt und trotzdem Platz für Zärtlichkeit bleibt. In den Songs treffen Folk und Dream-Pop auf fragile Gitarren und fließende Melodien.
„Perennial“ bedeutet „mehrjährig“ – ein passender Titel für ein Album, das sich mit Dingen beschäftigt, die nicht vergehen. In „Fairy“ singt Kathi Deakin über queere Liebe und die Stärke, die darin liegt. In „These Roots“ und „Spring“ verarbeitet sie familiäre Verluste, während „The Worst in Me“ und „Holy Immortality“ die Angst vor Vergänglichkeit spürbar machen. Das Album wirkt wie ein offenes Tagebuch, das keinen Abschluss sucht, sondern Bewegung. Hier das Musikvideo zur gleichnamigen Single „Perennial“.
Zwischen Zärtlichkeit und Schmerz
Was bei Kathi Deakin auffällt, ist ihre Nähe zu klassischen Songwriter*innen wie Sufjan Stevens oder Bon Iver – Einflüsse, die sie von klein auf begleiten. Ihr Vater, selbst Musiker, brachte ihr Schlagzeug und Gitarre bei, gemeinsam sangen sie Lieder aus dieser Welt. Diese Ursprünge hört man in ihrer Musik: akustisch, ehrlich – aber ohne Pathos.
Nach ersten SoundCloud-Aufnahmen und EPs fand sie in Berlin eine neue Basis, wo sie mit Emely Hedel und Mirja Maier ihr Album fertigstellte. „Perennial“ klingt nach Widersprüchen, die nebeneinander bestehen dürfen: Angst und Zuneigung, Schmerz und Geborgenheit. Die Stücke wachsen langsam, wie etwas, das lange im Dunkeln lag und nun vorsichtig ans Licht kommt. Das macht die Platte zugänglich – auch für Hörer*innen, die sonst eher in Pop oder Indie zuhause sind.
Warum „Perennial“ hängen bleibt
Mit „Perennial“ legt Kathi Deakin ein Debüt vor, das sich nicht auf Lautstärke oder große Gesten verlässt. Ihre Stärke liegt im Zuhören – in der Stille, die sie aushält und in der sie Geschichten erzählt, die viele kennen, aber selten aussprechen. Das Album ist persönlich, aber nie verschlossen. Es geht um Wiederkehr: von Erinnerungen, Ängsten und Menschen, die Spuren hinterlassen.
Dabei findet Kathi Deakin einen Sound, der zart, aber klar wirkt, getragen von Stimme, Raum und Atmosphäre. Ihre Musik braucht keine Effekte, um zu berühren. Ihre Album-Release-Show hatte sie am 18. Oktober in Mannheim – einen Tag nach dem offiziellen Release. „Perennial“ ist kein lauter Start, sondern ein stiller Schritt in eine neue Phase – und vielleicht gerade deshalb so stark.
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