Lara Hulo veröffentlicht „Immer wieder weiter“: Schlussstrich und Neuanfang

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Wer sich jahrelang für andere verbiegt, hat irgendwann vergessen, wie es sich anfühlt, einfach man selbst zu sein. Lara Hulo nutzt ihre neue Single „Immer wieder weiter“, um genau diesen Moment des Aufatmens festzuhalten, in dem das Anpassen ein Ende hat und der eigene Weg beginnt. Der Song ist kein dramatischer Bruch, sondern ein wertschätzender Rückblick auf all die Phasen, die notwendig waren, um jetzt hier zu stehen.

Die Single wurde von Fabian Langer produziert, der bereits mit AnnenMayKantereit und Giant Rooks gearbeitet hat. „Immer wieder weiter“ ist die letzte eigenständige Veröffentlichung von Lara Hulo vor ihrem kommenden Album oder EP. Der Release markiert bewusst das Ende einer Phase und öffnet gleichzeitig die Tür zu einem neuen Kapitel.

Ein Song über Selbstverleugnung und die Befreiung davon

Der Track lebt von einer Mischung aus ehrlicher Selbstreflexion und einer Energie, die nach vorne schaut, ohne die Vergangenheit zu verdammen. Lara Hulo singt über das Kleinmachen, über das ständige Ja-Sagen und die Angst, nicht gemocht zu werden, wenn man nicht perfekt funktioniert.

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Die Zeile „Ich bin was du von mir erwartest zu sein, weil ich mich selbst ignorier'“ könnte als bittere Abrechnung gemeint sein, klingt aber eher nach einer nüchternen Bestandsaufnahme ohne Selbstmitleid. Die Produktion von Fabian Langer gibt dem Ganzen eine Leichtigkeit, die dem schweren Thema gut tut. Sie verpackt die emotionale Last in einem Sound, der optimistisch bleibt, ohne dabei ins Naive abzudriften.

Der Moment, in dem alles kippt

Besonders die Begegnung mit dem Späti-Verkäufer zeigt, wie oft die entscheidenden Gedanken von außen kommen, obwohl die Antwort längst in einem selbst vorhanden ist. Der Refrain „Es geht immer wieder weiter, egal wie weit es geht“ wird dabei zum emotionalen Anker, der nicht verspricht, dass alles einfach wird, sondern nur, dass es weitergeht.

Es ist anzunehmen, dass Lara Hulo mit dieser Single bewusst einen Schlussstrich zieht, bevor das nächste Projekt kommt, das vermutlich genau diese neu gewonnene Klarheit widerspiegeln wird. Wer sich in dem Song wiedererkennt, darf sich fragen: Wann hast du das letzte Mal Nein gesagt, obwohl es unangenehm war?

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