Mit “EURO-COUNTRY” bringt CMAT Country-Musik nach Europa
Mit dem Song “EURO-COUNTRY” veröffentlicht Ciara Mary-Alice Thompson alias CMAT den Titeltrack ihres kommenden Albums – und macht gleich klar, dass hier nicht einfach Pop mit Country-Akzent geboten wird. Statt auf amerikanische Traditionen zu setzen, verknüpft die irische Artist das Genre mit europäischer Perspektive und wirtschaftlichem Unbehagen. “EURO-COUNTRY” ist die Art von Countrymusik, die ich mache – und es geht um Irland, Europa und Kapitalismus”, so CMAT selbst.
Der Track lebt von einem ironisch-zärtlichen Tonfall, einem angenehm unperfekten Sound und einer Hook, die gleichzeitig catchy und schräg ist. Dabei kommt die Single weniger glatt produziert daher als frühere Songs – was ihr eine gewisse Rohheit und Nahbarkeit verleiht. CMAT spricht in “EURO-COUNTRY” große Themen an, ohne dabei ihren typischen Humor zu verlieren.
Kontext ist alles
Die Veröffentlichung fällt in eine Phase, in der CMAT viel Aufmerksamkeit bekommt – unter anderem durch ihren Auftritt auf der Pyramid-Stage beim Glastonbury Festival. Dazu kommen Cover-Stories, TV-Auftritte bei Jools Holland und Graham Norton sowie eine Residency bei BBC 6 Music.
Trotzdem bleibt “EURO-COUNTRY” auffallend uneitel: Statt sich auf Hypes auszuruhen, nutzt CMAT die Plattform, um über wirtschaftliche Ausbeutung, nationale Identität und die Last des Frauseins zu sprechen. Dabei stehen persönliche Perspektive und Systemkritik nebeneinander. Die Produktion, gemeinsam mit Oli Deakin in New York entstanden, verzichtet bewusst auf dick aufgetragene Studio-Politur. CMAT bleibt sich treu: Ihre Musik soll nerven, berühren und denken lassen – alles gleichzeitig.
Zwischen Selbstzweifeln und Selbstbestimmung
Was den Song und das kommende Album antreibt, ist laut CMAT eine innere Stimme – oder wie sie es nennt: ein Gremlin in ihrem Kopf. “Sie ist gnadenlos und hat mir manchmal das Leben ruiniert, aber sie hat immer recht.” Dieses Spannungsfeld aus kreativem Zwang, politischem Anspruch und künstlerischem Freiraum zieht sich durch ihre bisherige Diskografie – und findet in “EURO-COUNTRY” einen neuen Ausdruck.
Dass das Album am 29. August über AWAL Recordings erscheint, passt zu ihrer Haltung: unabhängig, aber nicht belanglos. “Ich werde immer die Musik machen, die ich machen will,” sagt sie – und man glaubt ihr das in jeder Zeile. “EURO-COUNTRY” zeigt eine Artist, die trotz wachsendem Erfolg den Spagat zwischen Persönlichem und Gesellschaftlichem nicht scheut.
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