nomate veröffentlicht „One Night“ – Post-Punk-Single über Selbstflucht

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Wenn Clubnächte nicht mehr nur Vergnügen sind, sondern Flucht, dann schlägt sich das auch im Puls nieder. nomate macht aus dieser inneren Spannung eine Single. Der Berliner Künstler veröffentlicht heute mit „One Night“ einen Song, der Post-Punk-Härte und New-Wave-Groove so verdreht, dass man die Abgründe erst auf den zweiten Blick bemerkt.

Die neue Single wurde zusammen mit House-Produzent Frederik Neu produziert – eine Kombination, die dem Sound eine spezielle Reibung gibt. Analoge Drum Machines und verspielte Synthesizer kollidieren mit spitzen Gitarren, dazu nomates Stimme, die sich nicht versteckt, aber auch nicht überhöht.

Wenn Nähe zur Notlösung wird

„One Night“ dreht sich um eine Begegnung auf der Tanzfläche, die Verbindung verspricht, aber als Selbstbetrug endet. Der Text legt eine Schicht nach der anderen frei: „Cause I’m a freak, I’m a liar / When I’m on drugs, I’m on fire / but deep inside I am weak.“ 

Was sich zunächst nach Verführung anfühlt, zeigt im Verlauf eine*n Protagonist*in, der*die sich selbst nicht aushält und deshalb in Exzess und flüchtige Begegnungen abdriftet. Der Kontrast ist kein Stilmittel, sondern Programm: Der Refrain klebt wie ein Popsong, der Text liest sich wie ein Geständnis.

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Gegensätze, die nicht versöhnt werden sollen

nomate lässt den Widerspruch offen stehen. Die Produktion wirkt leichtfüßig, fast unbeschwert, während die Lyrics von Selbstzweifeln, Überforderung und dem Wunsch nach Ablenkung handeln. 

Genau darin liegt die Stärke des Tracks: Er löst nicht auf, er verstärkt die Spannung. Wer sich auf diese Ambivalenz einlässt, bekommt einen Song, der nicht therapeutisch klingt, aber ehrlich. Und das ist im Genre selten genug. Kann Musik, die so widersprüchlich gebaut ist, überhaupt funktionieren, ohne aufgesetzt zu wirken?

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