SCHRAMM und die Kunst des Schweigens – neue Single „Don’t Call Me“

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SCHRAMM veröffentlicht mit „Don’t Call Me“ eine neue Single, die das emotionale Schweigen zum Thema macht. Der Song ist gestern erschienen und kündigt die kommende EP „something smelling funny“ für Frühjahr 2026 an. „Don’t Call Me“ erzählt von Momenten, in denen Nähe und Distanz gleichzeitig existieren – wenn man jemanden will, aber nicht fähig ist, das zu sagen. „I’m not clever with these things, don’t call me if you need to talk,“ singt SCHRAMM und bringt damit das Gefühl einer ganzen Generation auf den Punkt, die oft alles kommuniziert – nur nicht das, was sie wirklich meint.

Inhaltlich geht es um das Festhalten, obwohl längst nichts mehr zurückkommt. Der Song beschreibt den Schmerz, verstanden werden zu wollen, ohne sich öffnen zu können. Zwischen Zeilen wie „I really like you“ und „I’ll be your hobby“ entsteht ein Widerspruch, der sich durchzieht: Ironie trifft auf echte Verletzlichkeit. Auch das Musikvideo, eine absurde Fisch-Lovestory auf Camcorder, übersetzt dieses Unbehagen in Bilder. Es zeigt, was passiert, wenn Romantik ihren Glanz verliert und zurückbleibt, was übrig ist: ein chaotisches, komisches, aber irgendwie ehrliches Gefühl.

Zerrissene Ruhe und leiser Trotz

Musikalisch bewegt sich „Don’t Call Me“ in einem Bereich, den SCHRAMM längst zu seinem eigenen gemacht hat. Zwischen Post-Punk-Anleihen und Bedroom-Ästhetik entsteht ein Sound, der sich anfühlt, als würde er atmen – brüchig, organisch, melancholisch. Akustische Drums geben dem Song einen rohen Puls, während die zarte Stimme von Jo The Man The Music in der zweiten Strophe eine neue Ebene eröffnet. Der Song klingt weder hart noch weich, sondern schwebt in dieser eigenartigen Schwebe aus Gleichgültigkeit und Gefühl. Es ist kein Jammern, sondern ein stilles Beobachten – das, was SCHRAMM in seiner Musik seit Beginn prägt.

Auch textlich zeigt sich, wie konsequent er an seiner Sprache feilt. Seine Zeilen wirken wie Notizen, schnell hingeschrieben und doch präzise. „Don’t Call Me“ reiht sich damit in Songs wie „I died when you asked me to go out“ oder „Beckenrand“ ein, mit denen SCHRAMM in den letzten Jahren eine eigene Nische geschaffen hat: introspektiv, aber nicht elitär. Seine Musik fühlt sich an, als würde sie zwischen einem Gedanken und einem Geständnis stehen.

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Von der Isolation auf die Bühne

Nach zwei EPs, ausverkauften Konzerten in Berlin und Wuppertal und einer stetig wachsenden Fanbase ist „Don’t Call Me“ der Beginn eines neuen Kapitels. 2026 geht SCHRAMM erstmals auf Headline-Tour und bringt seinen Post-Punk- und UK-Indie-Sound in Clubs in ganz Deutschland. Schon jetzt steht fest: Seine Songs sind nichts für den schnellen Effekt, sondern für alle, die in den Brüchen zwischen Gefühl und Fassade etwas finden, das hängen bleibt. Die kommende EP „something smelling funny“ wird diesen Ansatz weiterführen – mit Humor, Verletzlichkeit und einem Blick auf das, was Menschen trennt und trotzdem verbindet.

Mit „Don’t Call Me“ zeigt SCHRAMM, dass Rückzug nicht immer Schweigen bedeutet. Manchmal ist es nur der Versuch, sich selbst zu verstehen, bevor man wieder redet.

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