„The Sum“: Lambert und Dekker vollenden vergessenen Song aus 2018

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Wenn ein Künstler seine Stimme jahrelang hinter Instrumentalmusik versteckt hat, ist der Moment, in dem er zu singen beginnt, ein Risiko. Lambert hat genau diesen Schritt gewagt und zeigt mit der neuen Single „The Sum“, dass er nicht nur produzieren, sondern auch Gefühle transportieren kann. Die Zusammenarbeit mit Dekker von Rue Royale erscheint am 08. Mai 2025 und ist die vierte und letzte Single vor dem Album „I Am Not Lambert“.

Der maskierte Produzent hatte den Song vor Jahren geschrieben, dann aber komplett vergessen. Erst beim Durchsuchen alter Festplatten stieß Lambert auf die unfertige Skizze aus der gemeinsamen Tour mit Rue Royale im Jahr 2018. Als er Dekker kontaktierte, konnte sich auch der Sänger nicht mehr an die Melodie erinnern – bis sie ein YouTube-Video fanden, das ein Fan damals in Utrecht gefilmt hatte. Dieses Video wurde zur Grundlage für die finale Version, die nun Teil des 14 Songs umfassenden Albums wird.

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Wie aus einem Fragment ein fertiger Song wurde

Der Track beginnt mit surrenden Synthesizern und zurückhaltenden Klavierklängen, die Raum für Dekkers Stimme schaffen. Lambert selbst sitzt hier am Schlagzeug, ein Instrument, das er in seiner Jugend oft gespielt hat, auf dem neuen Album aber nur bei vier Songs verwendet.

Die Produktion atmet eine gewisse Melancholie, ohne dabei schwer zu werden – stattdessen baut sich der Song langsam auf, bis Dekkers Gesang in einem Höhepunkt mündet, der an Prince erinnert.

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Was Masken über Ehrlichkeit verraten

„I Am Not Lambert“ ist das neunte Soloalbum des Produzenten und gleichzeitig sein erster wirklicher Ausflug in klassische Songstrukturen mit Gesang. Neben Dekker sind auch Kat Frankie und GOODWIN als Gäste vertreten, was dem Album eine kollaborative Note gibt, ohne dass Lambert dabei seine Handschrift verliert.

Das Album stellt die Frage, ob ein Künstler, der sein Gesicht verbirgt, dadurch ehrlicher sein kann als einer, der alles von sich preisgibt – eine paradoxe Idee, die Lambert mit jedem Song weiterverfolgt. Es folgt auf „Actually Good“, seine Filmmusik zu einer nie erschienenen TV-Serie, in der er selbst hätte mitspielen sollen. „The Sum“ liefert jedenfalls den Beweis, dass auch hinter einer Maske echte Emotionen stecken können. Braucht gute Musik ein sichtbares Gesicht, oder reicht die Stimme allein?

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