Waterparks veröffentlichen sechstes Album „JINX“ mit Mark Hoppus und Danny Elfman

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Kann ein Album über Existenzangst und toxische Sichtbarkeit tatsächlich die beste Platte einer Band werden? Waterparks aus Houston bestehen aus Awsten Knight, Otto Wood und Geoff Wigington und liefern jetzt eine Antwort, die niemand erwartet hat. Das sechste Studioalbum „JINX“ ist veröffentlicht worden und kommt drei Jahre nach „INTELLECTUAL PROPERTY“. Das Album enthält Features von Mark Hoppus, Eric Nally und Dillon Francis.

Die Band schlägt auf diesem Album eine Richtung ein, die so unkontrolliert wirkt wie nie zuvor. Waterparks wenden sich gleichzeitig nach innen und nach außen, packen existenzielle Ängste aus, die verstörenden Kosten von Sichtbarkeit und alles verzehrende Beziehungen. Die Lyrics zu „PROWLER“ machen unmissverständlich klar, worum es geht: „I’m a singer, not a savior, better learn that now than later“, während Knight über den Verlust jeder Vaterfigur in Los Angeles reflektiert. Den Song und das ganze Album könnt ihr euch hier anhören. [Schlussfolgerung] Was auf „JINX“ passiert, ist nicht nur eine stilistische Weiterentwicklung, sondern eine bewusste Selbstdemontage aller Erwartungen.

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Chaos als Komposition

„PROWLER“ ist eine Studie über Isolation und Abrechnung, „RED GUITAR“ schnappt in die entgegengesetzte Richtung mit selbstbewussten Hooks, während „IF LYRICS WERE CONFIDENTIAL“ schneidende interne Kommentare in einen Song faltet, der von Spannung lebt. „TELL ME WHY“ ist eine Geschichte über Tod, Fegefeuer, Konfrontation und Rückkehr, und diese bewusste Gegenüberstellung zieht sich durch das gesamte Album.

Jeder der dreizehn Songs auf „JINX“ behauptet seine eigene Identität, anstatt sich in ein einheitliches Klangbild einzufügen. Dass Danny Elfman als weiterer Gast auf dem Opener mitwirkt, unterstreicht den Anspruch dieser Platte.

Zehn Versionen seiner selbst

Die Band bewegt sich in der Spannung zwischen Charme und Härte, zwischen Aufrichtigkeit und Respektlosigkeit. Knight bemerkt mit einem wissenden Lachen: „This album came from so many versions of me“. Vermutlich sind es genau diese zehn Versionen seiner selbst, die „JINX“ zu einem Album machen, das sich nicht festlegen lässt.

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Die Band bewegt sich weiter vorwärts, schneller als sich Erwartungen um sie herum festigen können. Vielleicht ist es genau diese Unberechenbarkeit, die Waterparks über sechs Alben und ebenso viele Labels zu einer der interessantesten Bands im Modern Rock gemacht hat. Findet ihr, dass Bands bewusst gegen Erwartungen arbeiten sollten, oder gehört eine gewisse klangliche Konsistenz zum Erfolg dazu?

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