MS Dockville 2026 mit Tom Odell, Berq und Von Wegen Lisbeth in Hamburg
Am 14. und 15. August steigt das MS Dockville in Wilhelmsburg und macht direkt an der Elbe wieder klar, dass Festivals auch ohne riesige Wiesen und abgefahrene Anreise funktionieren können.
Mit über 100 Acts zwischen Indie, Pop, Rap und elektronischen Sounds verwandelt sich das Hafengelände in einen urbanen Festivaltraum, der Kunst und Musik auf zehn Bühnen verteilt. Tom Odell bringt Piano-Pop mit Gänsehaut-Garantie, Berq erobert die Mainstage und Von Wegen Lisbeth beweisen wieder einmal, dass deutscher Indie-Pop sehr gerne schräg sein darf.
Wenn die Lage allein schon Programm ist
Das MS Dockville ist mehr als nur ein weiteres Festival im Sommer, denn die Location macht den Unterschied zwischen Festival-Alltag und Festival-Erlebnis. Zwischen Hafenkränen, Urban-Art-Installationen und direktem Elb-Blick entsteht jedes Jahr eine Atmosphäre, die sonst kaum ein anderes Festival in Deutschland hinbekommt. Industriecharme trifft auf grüne Wiesen, Murals überziehen die Container-Wände und zehn Bühnen sorgen dafür, dass man sich vom Club-Floor bis zur Mainstage durcharbeiten kann.
Wer denkt, es ginge nur um Musik, irrt gewaltig. Über 150 Programmpunkte verwandeln das Gelände in eine Open-Air-Galerie mit Poetry Slams, Rave Aerobic, Workshops und Lesungen. Das Festival lädt zum Entdecken und Versacken ein, und wer abends nicht mehr genau weiß, wo die Zeit hin ist, hat alles richtig gemacht.
Wer kommt, bleibt und feiert wieder
Blond liefern Pop mit Wucht und Haltung, Zimmer90 spannen zwischen Tanzen und Tagträumen genau die richtige Stimmung, Paris Paloma bringt Dark Folk und Wut, Noga Erez kombiniert Rap mit israelischer Präzision, Sampa The Great verbindet sambischen Soul mit Hip-Hop-Energie. Bibiza galoppiert mit Austro-Pop direkt aus Wien auf die Elbinsel, Jolle ist von der Karaoke-Bar inzwischen auf den großen Bühnen angekommen, und wer nand live sieht, landet ziemlich sicher im Flow zwischen Indie und elektronischen Basslines.
Dazu kommen Acts wie 6euroneunzig mit feministischem Club-Rap, Dews Pegahorn mit „danceable manic depression“ und VANDALISBIN, die queeren Pop mit Soul und Indie-Rock verbinden. Das Line-up zeigt, was das Festival seit Jahren ausmacht: Es bringt Acts, bevor sie endgültig durch die Decke gehen, und Acts, die längst wissen, wie man eine Bühne in einen Ausnahmezustand verwandelt.








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