Danger Dan veröffentlicht „Keine Angst“ – ZDF verbietet Song in „Die Anstalt“

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Kann ein Song so gefährlich sein, dass er das ZDF in autoritäre Reflexe treibt? Danger Dan veröffentlicht seine neue Single Keine Angst vom kommenden Album gleichen Namens, das am 2. Oktober erscheint.

Wenige Stunden vor der geplanten Aufzeichnung untersagte die ZDF-Intendanz eine Aufführung des Lieds in der 100. Jubiläumsfolge von „Die Anstalt“, gemeinsam mit Pianist Igor Levit. Der Sender begründete die Entscheidung damit, dass der Text als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne, was im klaren Widerspruch zu den Programmrichtlinien stehe.

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Es ist nicht das erste Mal

Der Songtext seiner neuen Single habe dem ZDF bereits seit Wochen vorgelegen, auch der hauseigene Justiziar habe nach Informationen der Musiker zugestimmt. Die Redaktion von Die Anstalt habe gegen die Ausladung der Künstler protestiert und ihre Sendung umgeschrieben, um das Lied einzubinden, in der Ausgabe am kommenden Dienstag werde darauf eingegangen.

Es ist bereits das dritte Mal, dass beide Künstler mit dem Sender aneinandergeraten. Bei einem Auftritt 2021 in Jan Böhmermans ZDF Magazin Royale sei es zu Diskussionen hinter den Kulissen gekommen. Der heutige Intendant war damals noch in anderer Funktion involviert. Bei der Opus-Klassik-Preisverleihung zensierte das ZDF eine AfD-kritische Stelle in ihrer Laudatio, nach öffentlichem Aufschrei musste der Sender sich entschuldigen und die Zensur im Stream rückgängig machen.

Die Antwort auf Zensur

Die beiden Künstler bezeichneten das Vorgehen der Intendanz als Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit und nannten es skandalös,“ […] das erschüttert uns und das nennt man nicht Demokratie, das ist ein autoritärer Akt„. Es fühle sich beschissen an, ausgeladen zu werden und es mache Angst vor dem, was gerade auf Deutschland zukomme. Gleichzeitig unterstreiche es die Notwendigkeit, antifaschistische Lieder zu schreiben und auf dem Klavier zu spielen, so die beiden Künstler.

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Danger Dan und Igor Levit kündigten an, das Lied am Dienstag, den 21. Juli, gemeinsam in Berlin aufzuführen. Offenbar zeigt sich hier die Crux des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der zwischen dem Anspruch, wehrhafte Demokratie zu verteidigen, und der Angst vor politischem Gegenwind laviert. Kann ein Song, der zum Widerstand gegen Rechtsextremismus ermutigt, wirklich zu gefährlich sein für das Fernsehen? Sollte das ZDF antifaschistischen Content in einer Satiresendung verbieten dürfen, oder ist das genau die falsche Reaktion in der aktuellen politischen Situation?

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