Blumen für Mich veröffentlicht Doppel-Single Glut / Haus am See
Ist es ein Widerspruch oder eine notwendige Dopplung? Blumen für Mich veröffentlicht mit „Glut / Haus am See“ eine Single, die zwei gleichnamige Songs in sich vereint und damit bewusst mit der Erwartung bricht, dass ein Titel immer eindeutig sein muss. Die Doppel-Single ist seit dem 24. April erhältlich und wurde im Studio Haus 44 aufgenommen.
Die beiden Songs bilden ein emotionales Gegensatzpaar, das dennoch zusammengehört. „Glut“ beschäftigt sich mit Veränderung als einem fast spielerischen Prinzip, während „Haus am See“ von Überforderung und der Sehnsucht nach Rückzug erzählt. Es geht um eine Traumvision von einem leerstehenden Haus, in dem man „die Welt nie sehn“ müsste.
Punk-Attitüde trifft auf Indie-Rock-Melancholie
In „GLUT“ kippt ständig alles ineinander, „von der Dürre in die Flut“, „aus ‚oft‘ wird ‚ab und zu‘“, als würde nichts lange stabil bleiben. Die Lyrics beschreiben einen ständigen Wandel. „Haus am See“ ist dann die Gegenreaktion darauf: totale Erschöpfung und der Wunsch nach Ruhe. „ausgenutzt und ausgefranzt
/Alles geht soweit bis der letzte nur noch schreit und der staub das ist was bleibt“.
Die Produktion verbindet Punk-Energie mit der melodischen Tiefe des Indie-Rocks. Die Texte bleiben dabei klar und direkt, wobei man vielleicht erst beim zweiten Mal zuhören, versteht, was genau die Message ist. Aber genau das ist künstlerisches Songwriting.
Die Kunst der Widersprüche
Blumen für Mich schafft es, deutschsprachiges Songwriting mit einer Haltung und Kunst zu präsentieren, die sich abseits der üblichen Liedermacher-Ästhetik bewegt. Die Entscheidung, beide Songs unter demselben Titel zu veröffentlichen, könnte ein Statement sein: dass Widersprüche nebeneinander existieren dürfen, ohne sich aufzulösen.
Vielleicht zeigt die Single, dass Veränderung und Rückzug zwei Seiten derselben Münze sind. Was überwiegt bei euch: die Lust an Veränderung oder die Sehnsucht nach Rückzug?

Neustes Video
Im Gespräch mit BANDUP spricht JBS über sein Debütalbum „ZWEITAUSENDFÜNF“ und die Themen, die er darin verarbeitet hat. Soziale Ängste bis hin zum Druck, als junger Künstler in der Öffentlichkeit zu bestehen.










