„Ti sta bene“: Crucchi Gang übersetzen Paula Carolina ins Italienische

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Wenn ein deutschsprachiger Song auf Italienisch neu entsteht, verschiebt sich oft mehr als nur die Sprache – es verschiebt sich die Haltung, die Intimität, manchmal sogar die Machtverhältnisse im Text. Die Crucchi Gang hat genau das mit Paula Carolinas „Wärs ok?“ gemacht und daraus „Ti sta bene“ geformt, eine Version, die nicht nur übersetzt, sondern neu verhandelt: Augenhöhe, Verlangen, Liebe – alles wird gesagt, nichts bleibt vage.

Paula Carolina singt auf Italienisch noch direkter über das, was zwischen zwei Menschen passiert, wenn beide wissen, was sie wollen. Die Crucchi Gang macht die Musik dazu, die ein bisschen wie Pino D’Angio, Loredana Bertè und Nu Genea klingt. Seht am besten selbst.

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Die neue Single führt zu einem Album voller Übersetzungen, die keine sind

„Ti sta bene“ ist die erste Single aus „Ombrelloni & Gru“, dem dritten Album der Crucchi Gang, das am 12. Juni erscheint. Der Titel meint Sonnenschirme und Kräne, Urlaub und Baustelle, Sehnsucht und Realität – genau dort, wo sich auch das Album bewegt.

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Die Platte versammelt italienische Versionen von Songs unter anderem von Buntspecht, Fettes Brot, Dilla, SALÒ, Ideal, Hildegard Knef, Hannes Wader, Blumengarten und sogar David Bowie. Das Konzept der Band bleibt gleich: deutschsprachige Songs so ins Italienische zu übersetzen, dass man sich am Ende fragt, welche Fassung eigentlich das Original ist.

Italien als Projektionsfläche, nicht als Postkarte

Was die Crucchi Gang hier macht, ist mehr als ein musikalisches Experiment. Es ist eine emotionale Kartografie zwischen zwei Ländern, zwei Sprachen, zwei Vorstellungen von Leichtigkeit. Italien wird nicht romantisiert, sondern ernst genommen: als Sehnsuchtsort, als Alltagskulisse, als Erinnerungsraum, den Künstler*innen aus Deutschland und Österreich auf sehr unterschiedliche Weise in sich tragen.

„Ombrelloni & Gru“ erzählt von dem, was entsteht, wenn zwei Kulturen nicht verschmelzen, sondern sich gegenseitig befragen. Bleibt die Frage: Kann eine Übersetzung manchmal näher an der Wahrheit sein als das Original?


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