Fia Silena veröffentlicht erste deutschsprachige Single mit Mikha

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Heimat ist Inspiration. Und manchmal braucht es genau den richtigen Moment, um zu merken, dass das Glück schon längst vor der eigenen Haustür wartet. Mit „Rendezvous in meiner Stadt“ liefert Fia Silena ihre erste deutschsprachige Single. Zusammen mit dem Feature-Artist Mikha macht sie aus der thüringischen Landeshauptstadt eine Liebeserklärung voller Melancholie, Stolz und ungeahnter Wärme.

Die Single erschien letzte Woche. Produziert wurde der Song von Emmy-Nominee Micha Krause, gemastert von Lex Barkey. Im Zentrum steht ein neues Genre-Konzept: „Chant Pop“, eine Mischung aus deutschem Pop und gemeinschaftlichen Crowd-Gesängen, die live für Gänsehaut sorgen soll. Ein Sound, der weniger zum Nebenbei-Hören gedacht ist, sondern zum Mitfühlen, Mitsingen und Dabei-Sein.

Mit zwei Blickwinkeln auf eine Stadt

„Rendezvous in meiner Stadt“ entstand im Rahmen des Projekts „POP! Erfurt in Bewegung“, initiiert von Choreografin Ester Ambrosino. 40 Tänzer*innen aus Hip-Hop, Contemporary und Breakdance performten zu dem Song an historischen Orten der Stadt. Das Besondere am Text: Fia Silena singt aus der Perspektive eines Menschen, der nie weggezogen ist, während Mikha als Zugezogener erzählt, wie er in der Stadt zu sich selbst gefunden hat. „Ich finde mein Glück nicht an irgend‘ nem‘ Ort, aber hoff, du inspirierst mich noch morgen“, heißt es im Song.

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Die 2003 in Weimar geborene Künstlerin wuchs in einer Künstler*innen-Familie auf und sammelte früh Erfahrungen als Sängerin und Tänzerin. Sie trat bereits neben Acts wie KAMRAD, Glockenbach und Ella Endlich auf und ist aktuell auch in Theaterproduktionen am Deutschen Nationaltheater Weimar zu sehen.

Lokale Verwurzelung mit nationalem Anspruch

Mit dem Wechsel zur deutschen Sprache geht Fia Silena einen Schritt näher an ihr Publikum heran. Auf Social Media wird der Song bereits als „Ohrwurm“ gefeiert, die Kommentare sprechen von emotionaler Nähe und Wiedererkennungswert. Die Künstlerin inszeniert Erfurt nicht als verschlafenes Provinznest, sondern als lebendigen Sehnsuchtsort mit Ecken, Kanten und Community-Spirit. Es wirkt, als wolle sie dem Narrativ von Großstadt versus Kleinstadt etwas entgegensetzen: Heimat hat nichts mit Größe zu tun, sondern mit Gefühl.

Die Frage ist: Kann ein Song über Erfurt auch außerhalb Thüringens funktionieren? Oder braucht es für solche Liebeserklärungen am Ende doch die eigene Verbindung zum Ort? Was macht eine Stadt singbar? Und wann wird Lokalpatriotismus zur echten Popkultur?


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