Lola Young: “I’m Only F**king Myself“ – Eine Ode an die Selbstzerstörung
Keine Scheu und keine Kompromisse: Mit ihrem dritten Album “I’m Only F**king Myself“ bricht Lola Young alle Konventionen und zögert dabei keine Sekunde, sich verletzlich zu zeigen.
Nach ihrem Durchbruch mit der millionenfach gestreamten Hitsingle “Messy” und dem nachfolgenden Album “This Wasn’t Meant For You Anyway“ ist “I’m Only F**king Myself“ ein emotionales, unbequem ehrliches und rohes Album, das die rasante musikalische wie persönliche Entwicklung der 24-Jährigen Ausnahmekünstlerin widerspiegelt: Die vierzehn Songs sind viel mehr als nur Pop, Lola Youngs unverwechselbare Stimme ist gleichzeitig soulig und rockig, elektronische Produktionen untermauern dabei den genrefluiden Aufbau.
LOLA YOUNg scheut SICH nicht vor offenheit
Die Musikerin aus Croydon, London zeigt sich verletzlicher denn je und strahlt dabei – oder gerade deswegen – eine beeindruckende Selbstsicherheit aus. Mit “I’m Only F**king Myself“ will es Lola Young niemand anderem mehr Recht machen, als sich selbst, und hat dabei keine Angst, anzuecken. Es ist eine mutige Selbstoffenbarung einer jungen Frau über die Wirrungen ihres Lebens: Selbstsabotage, toxische Beziehungen, Sex, Sucht und Eskapismus. Sie nennt das Album selbst “my ode to self-sabotage, my chance to claw myself back from the edge of defeat”.
VON CHAOS UND VERLETZLICHKEIT: KONTRASTE VOLLER ENERGIE
Nach einem kurzen Intro schlägt das raue “F**K EVERYONE” ein wie ein Donnerschlag und macht unmissverständlich deutlich, wo es langgeht. Es folgen drei bereits vorher veröffentlichte Singles, die unterschiedlich nicht sein könnten: “One Thing” mit verspielter Hook und R&B-Rhythmus, das sexuelle Selbstbestimmung feiert; “d£aler”, eine Nummer mit minimalistischem Beat über Selbstzerstörung und das Weglaufen; und “SPIDERS”, eine langsam entflammende Ballade, die die lähmende Angst thematisiert, jemanden zu verlieren.
Diese Divergenz zieht sich auch weiter durch das Album: Ob krachende Drums in “CAN WE IGNORE IT?„, sanfte Vocals in “why do i feel better when i hurt you?” oder akustische Gitarre mit triefender Melancholie in “who f**king cares?”.
“TO FEEL IS TO BE PRESENT”
Intro und Outro umklammern das Album in sanfter Umarmung: In “how long will it take to walk a mile? (interlude)” zeigt Lola Young Dankbarkeit, am Leben zu sein; das melodiöse Gedicht “ur an absolute c word (interlude)” ist eine Ode daran, zu fühlen – “to feel is to be present”.
“I’m Only F**king Myself“ ist ein unglaublich rohes und erfrischend ehrliches Album, das Lola Young spätestens jetzt zu einer herausragenden Künstlerin der Popwelt macht – eine, die verstanden hat: Verletzlichkeit ist keine Schwäche, sondern ihre große Stärke.
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