personne veröffentlicht Debüt-EP ,,attention economy“
Das Schweizer Trio personne hat gestern seine erste EP ,,attention economy“ veröffentlicht. Auf fünf Tracks setzen sich Anna Girsberger, Paul Studer und Basil Schreyer mit digitalem Dopamin, Reizüberflutung und der Suche nach echten Verbindungen auseinander.
Die drei Musiker*innen, alle in den frühen 2000ern geboren, haben sich im Helsinki Klub in Zürich gefunden und ihre EP bereits im Mai 2025 gemeinsam mit dem deutschen Produzenten Phil Eulgem aufgenommen. Der Sound bewegt sich zwischen melancholischem Indie-Pop und experimentellen Sounds, die einen ganz eigenen Weg gehen.
Fünf Songs zwischen Wahn und Klarheit
,,avalanche“ eröffnet die EP mit Piano und Drums als Ruf nach Befreiung gegen die Gleichgültigkeit. ,,synesthesia“ stellt die dringliche Frage, ob wir unseren Wahrnehmungen noch trauen können in Zeiten von Desinformation und Dauerberieselung.
,,mad girl“ ist eine Liebeserklärung an die Dichterin Sylvia Plath, bei der Liebe und Wahn ineinander verschwimmen. ,,coffee grounds“ sucht nach Halt in schwierigen Zeiten – ,,wake each day, as if still dreaming; read coffee grounds, to find some meaning“ – während der letzte Track ,,changing choosing winning losing“ vermittelt: Wer nicht bereit ist, sich zu verändern, kann nicht gewinnen.
Analoge Antwort auf digitale reizüberflutung
personne verstehen ihre Musik als Gegenentwurf zur Aufmerksamkeitsökonomie, die sie im Titel nennen. Die EP verbindet warme, analoge Sounds mit lyrischer Tiefe und lenkt dabei von der ,,attention economy“ ab.
Die Band selbst sagt: ,,Wir schlagen uns gern die Köpfe ein, aber bewusst und immer auf die bestmögliche Art.“ Aus diesen intensiven Diskussionen bekommt das Trio seinen kreativen Eifer, der sich durch alle fünf Tracks zieht. Was glaubt ihr: Kann analoge Musik noch eine Antwort auf digitale Reizüberflutung sein?
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Neustes Video
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