pixxi veröffentlicht „supersexy“ – Abrechnung mit der Musikindustrie
Manchmal ist die größte Provokation, einfach laut auszusprechen, was alle längst wissen. pixxi macht genau das mit „supersexy“ und dreht dabei den Male Gaze um, der die Popkultur seit Jahrzehnten dominiert.
Der Track ist eine Abrechnung mit einer Industrie, die Künstlerinnen nach Fi*kbarkeit bewertet und Täter schützt, solange das Image stimmt.
Die Single „supersexy“ markiert den Auftakt zu einer neuen Pop-Ära der Künstlerin. Mit Referenzen an die großen Girlgroups und Pop-Diven der 2000er bedient sich pixxi bewusst an jener Ästhetik, die oft genug zur Objektifizierung missbraucht wurde.
Sound trifft auf Statement
Der Song kommt mit straightem Pop-Beat und eingängigen Hooks, die an frühe Christina Aguilera oder Destiny’s Child erinnern. pixxi singt „Hab das Gesicht für die Charts aber nicht diesen Arsch / soll nicht sagen was ich denk‘ / meine Meinung ist zu harsch“ und macht damit klar, dass hier kein Beiwerk geliefert wird.
Die Produktion wirkt bewusst glatt und radiofähig, während die Lyrics scharf nach hinten losgehen und das System entlarven. Wo andere Pop-Acts die Oberfläche polieren, reißt pixxi sie auf und zeigt, was darunter liegt: toxische Machtstrukturen und Deals, die auf Aussehen statt Können basieren.
Brüderschaft und Schweigen
Im zweiten Verse wird es konkret: „Hab genug von eurer Brüderschaft / Täter müssen raus / Ihr schützt sie wegen Features / und keiner spricht es aus.“ pixxi benennt die Mechanismen, die Missbrauch ermöglichen und verschleiern, solange die Beteiligten wirtschaftlich relevant bleiben. Der Track ist keine Anklage gegen Einzelne, sondern gegen ein System, das auf Schweigen und Komplizenschaft aufgebaut ist.
Mit „supersexy“ liefert pixxi einen Pop-Song, der provoziert, ohne sich anzubiedern, und der zeigt, dass Haltung und Hitpotenzial sich nicht ausschließen müssen. Ist das die Art von Pop, die wir gerade brauchen, oder wird die Message in der Hookline untergehen?
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