„How Did We Get Here“: KillPhil über Orientierungslosigkeit und Empörungskultur

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Vielleicht ist es kein Zufall, dass sich Alternative-Rock gerade dann besonders gut anfühlt, wenn die Welt draußen kaum noch Sinn ergibt. KillPhil stellen mit „How Did We Get Here“ genau die Frage, die sich wohl viele gerade selbst stellen: Wie sind wir eigentlich an diesem Punkt gelandet, an dem Diskussionen zu Grabenkämpfen werden und echte Gespräche seltener sind als konstruierte Empörung? Das Geschwisterduo nimmt sich mit diesem Song nicht weniger vor, als den gesellschaftlichen Moment festzuhalten, in dem alles irgendwie aus dem Ruder läuft.

Die neue Single von Tim und Phil erschien diesen Freitag am 12. Juni 2026 und wird bereits zwei Tage zuvor, am 10. Juni, durch ein Live-Performance-Video unter angekündigt. Musikalisch bewegen sich die Brüder zwischen Alternative Rock, Pop-Punk und Heavy Pop-Rock und schaffen einen Sound, der an Twenty One Pilots oder Nothing But Thieves erinnert. Die Produktion ist druckvoll und eingängig zugleich, ohne sich in Selbstmitleid oder platter Anklage zu verlieren.

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Sarkasmus und Selbstreflexion

„How Did We Get Here“ lebt von einer Stimmung, die zwischen Frust und trotziger Selbstreflexion oszilliert. Der Text beschäftigt sich mit Polarisierung, öffentlicher Empörung und dem Gefühl, dass Selbstdarstellung oft wichtiger geworden ist als echter Austausch. 

Anstatt Antworten zu liefern, hält der Song genau den Moment fest, in dem man innehält und sich fragt, wie sich alles so weit entwickeln konnte. Die Lyrics deuten darauf hin, dass es den beiden weniger um Schuldzuweisungen geht als um das Benennen eines Zustands, der vielen bekannt vorkommen dürfte.

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Ein Duo mit klarer Haltung

KillPhil, das sind die Geschwister Tim und Phil, die ihre Wurzeln als Session-Musiker in einer Classic-Rock-Band haben und mittlerweile ihren eigenen Weg im modernen Alternative-Bereich gehen. Seit 2023 veröffentlichen sie kontinuierlich neue Musik, 2026 folgen weitere Singles, eine EP und Live-Shows. Ihre kreative Chemie zeigt sich besonders darin, dass sie Pop-Appeal mit rauem Rock-Gefühl verbinden, ohne dabei belanglos zu werden. 

Wer also auf PVRIS, Machine Gun Kelly oder Bring Me The Horizon steht, sollte hier aufhorchen. Bleibt die Frage: Reicht es heute noch, die richtigen Fragen zu stellen – oder braucht es mehr, um wirklich etwas zu verändern? Was meint ihr?

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