Rom, Berlin, Einsamkeit – FIL BO RIVA und seine neue EP „Songs of Solitude“

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Mit „Songs of Solitude“ legt FIL BO RIVA eine EP vor, die vor allem eins zeigt: Wie nah Einsamkeit und Klarheit beieinander liegen können. Geschrieben in Rom und später in Berlin mit Felix A. Remm finalisiert, wirken die fünf Songs wie Momentaufnahmen aus einer Phase, in der vieles gleichzeitig schwer und notwendig war.

Die EP setzt weniger auf große Gesten, sondern auf kleine Wahrheiten – die Art von Gedanken, die auftauchen, wenn es still wird. FIL BO RIVA bewegt sich damit spürbar näher an seinen frühen emotionalen Kern heran und hält trotzdem Abstand zu nostalgischem Verklären. Die Songs wirken offen, manchmal auch roh, und genau darin liegt ihre Stärke: Sie erzählen von Verbindung und Distanz, von dem Wunsch nach Nähe und dem Mut, Dinge zu akzeptieren, die sich verändern. Hier das aktuelle Musikvideo zu Waltz of Solitude das heute veröffentlicht worden ist.

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Zwischen Verlangen, Abschied und Erwachsenwerden

Die EP zeigt besonders deutlich, wie FIL BO RIVA mit Gegensätzen arbeitet. „Desire“ greift die Spannung zwischen früherer Unbekümmertheit und der leisen Unruhe des Erwachsenseins auf. „Desire reflects the shift from the effortless highs of youth to the restlessness of adulthood“, erklärt er dazu. Die Sehnsucht nach etwas Echtem zieht sich spürbar durch den Song, ohne ihn in Dramatik zu verlieren. „Goodbye Utopia“ wirkt dagegen wie ein nüchterner Blick auf vergangene Ideale.

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Das Gefühl, dass frühere Träume nicht falsch waren, aber eben nicht mehr passen, schwebt über dem Track. Durch die schimmernden Gitarren bekommt der Song eine Art Leichtigkeit, die den Abschied weniger bitter wirken lässt. Die EP bewegt sich insgesamt zwischen Verletzlichkeit und einer Art gereifter Ruhe. FIL BO RIVA zeigt dabei nicht nur seine Stimme, sondern auch seine Fähigkeit, aus kleinen emotionalen Momenten große Atmosphäre zu bauen – ohne Pathos und ohne Übertreibung.

Einsamkeit als Raum für Erkenntnis

„Songs of Solitude“ wirkt wie ein ehrliches Protokoll darüber, was passiert, wenn man Dinge nicht länger wegschiebt. Die EP versteht Einsamkeit nicht als Stillstand, sondern als Raum, in dem Gedanken sortierter werden. FIL BO RIVA beschreibt diesen Zustand selbst als Phase voller Fragen – Fragen nach Verbundenheit, nach Loslassen, nach sich selbst. „Each track feels like a small confession — raw, imperfect, and alive“, sagt er.

Besonders auffällig ist, wie persönlich der Sound geworden ist. Weniger Schichten, mehr Gefühl. Weniger Ablenkung, mehr Fokus. In „Waltz of Solitude“ zeigt sich das am deutlichsten – ein Song, der nicht zurückweicht, sondern stehen bleibt und beobachtet. Die EP erzählt damit nicht nur Geschichten von Beziehungen, sondern auch von dem Moment, in dem man merkt, dass man selbst Teil der Veränderung ist. Mit der kommenden Acoustic Tour 2025 wird diese Haltung noch sichtbarer werden – intime Räume, klare Arrangements und viel Platz für das, was zwischen den Zeilen liegt.

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