BIBIZA mit Doppelauskopplung – Rock’n’Roll oder was auch immer das ist

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Manche Künstler*innen lassen den Rock’n’Roll sterben. BIBIZA springt direkt ins schwarze Loch und kehrt mit zwei Singles zurück, die klingen, als hätte jemand die Genregrenzen bei voller Fahrt durchbrochen. Ende Juli erscheint „RocknRollSt★r“, das neue Album von Franz. Und schon jetzt macht die Doppelauskopplung „Unterwegs“ und „Call My Manager“ klar, dass hier jemand das Gaspedal nicht kennt.

Die beiden Songs sind seit dieser Woche zu hören und funktionieren wie ein logischer Schulterschluss. Während „Unterwegs“ (hier im Video) wie ein Soundtrack zu einem Flug ohne Rückkehr klingt, schließt „Call My Manager“ die Lücke mit einer Prise Selbstironie und Flughöhen-Attitüde.

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Anrufbeantworter und Abflug

„Unterwegs“ ist kein klassischer Popsong und kein typischer Rocksong. Er existiert irgendwo dazwischen, wo sich Mainstream und Nische die Hand geben. Produziert von Markus Windisch, Enzo Gaier und prodbypengg, verbindet der Track treibende Beats mit einer Dringlichkeit, die an alte Robert-Johnson-Geschichten erinnert. Nur eben ohne Blues, dafür mit Flugzeugmodus. Das Video von Regisseurin Janne Hansberg verstärkt diesen Eindruck: Menschen in einem Flugzeug, irgendwo unterwegs, keine Ziele, nur Bewegung.

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„Call My Manager“ setzt dort an, wo „Unterwegs“ aufhört. Der Track klingt wie eine zynische Ansage an eine Industrie, die ständig nach Erreichbarkeit schreit, während der Künstler längst abgehoben ist.

Was bleibt nach dem Sprung ins Nichts?

BIBIZA alias Franz scheint nach diesem metaphorischen Absturz ins schwarze Loch nicht nur überlebt, sondern eine eigene Soundidentität gefunden zu haben. Die beiden Singles wirken wie eine bewusste Absage an das, was Rock’n’Roll einmal war. Und gleichzeitig wie ein trotziges Statement, dass genau dieser Sound noch nicht fertig ist. 

Ob das Album „RocknRollSt★r“ diesen Ansatz weiterführt oder ob die Doppelauskopplung nur ein kurzer Höhenflug bleibt, wird sich Ende Juli zeigen. Ist BIBIZA der Beweis, dass Rock’n’Roll nicht tot ist – oder nur ein weiterer Künstler, der den Begriff für sich umdefiniert?


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