EP-Interview: JAS über „Erinnerst du dich?“, Berlin-Momente und Bindungsangst
JAS spricht im BANDUP-Interview über Rastlosigkeit, Selbstzweifel und den Versuch, bei sich selbst anzukommen. Mit seiner zweiten EP „Erinnerst du dich?“ fängt der 20-Jährige die Stimmung einer Generation ein, die oft nicht weiß, was sie eigentlich sucht – aber genau das ehrlich besingt. Zwischen Feuerwehr-Ausbildung, TikTok-Viralität und Berliner Großstadtchaos erzählt JAS von Bindungsthemen, überfordertem Kopfkino und warum sein Studio der einzige Ort ist, an dem er sich wirklich öffnet.
Selbstgespräch statt Selbstinszenierung
„Ich habe einfach diese EPs für mich – wie ein Tagebuch“, sagt JAS im Interview. Der Titeltrack „Erinnern“ ist für ihn wie eine Einleitung: zurück zur kindlichen Leichtigkeit, bevor alles kompliziert wurde.
Jeder Song steht für eine Momentaufnahme – nicht immer schön, aber ehrlich. Besonders „Luftschloss“ beschäftigt ihn noch heute: eine Art bittersüße Hoffnung, dass etwas klappt, obwohl man längst weiß, dass es bröckelt. Für JAS ist das Schreiben kein Dauerzustand, sondern ein bewusst gewählter Raum. „Im Studio lasse ich alles raus. Das ist mein Safe Space.“
Druck? Ja. Aber nur von innen.
Der virale Erfolg seiner Debütsingle „Winterherz“ hat Erwartungen geweckt – aber vor allem in ihm selbst. „Kein anderer hat Druck gemacht – ich war’s selbst.“ Trotzdem bleibt JAS klar: Songs sollen nicht wiederholt, sondern weitergedacht werden.
Er erzählt von Demos, von Sessions mit seinen besten Freund*innen und davon, wie wichtig es ihm ist, nicht nur Musik zu machen, die funktioniert – sondern die ehrlich ist. Trends interessieren ihn wenig. „Ich will mich nicht für irgendwas verkaufen – auch nicht musikalisch.“ Wenn er nichts mehr zu erzählen hätte, würde er aufhören.
Live ist kein Pflichtprogramm – sondern der Grund
Dass Musik für JAS mehr ist als nur Output, merkt man spätestens, wenn er über seine anstehende Tour spricht. „Live spielen ist für mich das Wichtigste – das ist der Grund, warum ich das überhaupt mache.“
Die Konzerte werden größer, die Setlist umfangreicher, die Vision klarer. Trotzdem bleibt Platz für Unsicherheiten: „Ich bin 20 – und soll jetzt sagen: ja, nein, ja, nein. Keine Ahnung.“ Vielleicht ist genau das sein Vorteil: keine fertige Haltung, kein ausformuliertes Konzept – sondern jemand, der sucht, ohne sich zu verstecken.
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