Elijah Presly veröffentlicht Debütalbum „Anderssein ist eine Superkraft“
Der Mannheimer Künstler Elijah Presly veröffentlichte im Januar sein erstes Album „Anderssein ist eine Superkraft“ – zunächst exklusiv auf Vinyl über sein eigenes Label GOLD.PLATIN.RUHM.AMERIKA in Kooperation mit Kontor New Media. Das kollaborative Projekt vereint 14 Tracks mit Gästen wie Cassandra Steen, Henning Wehland, Ferris MC und Reema und ist das Ergebnis von drei bis vier Jahren intensiver Studioarbeit.
Die Platte entstand größtenteils im Mannheim Music Lab, dem Kollektiv, das Elijah Presly 2024 selbst ins Leben rief. Dort arbeitete er mit seinem Produktionsteam – darunter Paddy Bohr, Tobias Strauch, Dominik Wagner und Daniel Lindenblatt – an einem Sound, der Pop, Indie, Rap und Soul verbindet, ohne sich einem Genre unterzuordnen.
Hamburg bis Brighton: Sessions mit Haltung
Den Anstoß für das Album gab Henning Wehland, der spontan seine Lyrics und Aufnahmen für den Titeltrack schickte – „ohne wenn und aber, einfach nur Musik“, wie Elijah Presly in den Liner Notes schreibt. Weitere prägende Sessions folgten: Mit Cassandra Steen und Ferris MC entstand „Hör deine Stimme“, mit Sarah Müller-Westernhagen alias Reema wurde „The Mask“ direkt in Brighton aufgenommen und gefilmt wie ihr oben seht.
Auch im Bluhouse Studio in Hamburg entstanden Tracks, die nach „Wahrheit klingen“ sollten. Neben den finalen Features arbeitete Elijah Presly auch mit Laith Al-Deen, Die P, Florian Künstler und Sebastian Hämer zusammen, auch wenn nicht alle Kollaborationen auf der LP landeten. Eine besondere Session mit Laith Al-Deen könnte noch zu weiterem Material führen.
Resilienz und Reflexion
Das Album ist mehr als eine Albumveröffentlichung: Es ist ein Statement für Inklusion, Diversität und den Mut, anders zu sein. Elijah Presly, der selbst als Asperger-Autist mit Legasthenie und Sehbehinderung lebt, verarbeitet persönliche Erfahrungen in den Songs – ohne dabei in PR-Floskeln oder Selbstmitleid abzurutschen. Der Song „In deinen Adern“ ist eine Hommage an den verstorbenen Produzenten Stephan Ullmann, mit dem Elijah Presly einst zusammenarbeitete – seine Art, Danke zu sagen.
Zum Release waren bereits 100 exklusive Bundles verkauft, bestehend aus Vinyl, Sonderauflage eines Buches und einem Kunstdruck. Der Titeltrack hat es auch in einige wichtige Playlisten geschafft. Was sagt ihr zum kollaborativen Ansatz des Albums – funktioniert das Zusammenspiel der verschiedenen Künstler*innen für euch?
Neustes Video
Wir haben eine Kurzdoku gedreht, die einen Blick hinter eines des herzlichsten Newcomer-Formate Berlins wirft. Im Fokus steht die Frage, warum Community-Events wie Pop im Park so wichtig für aufstrebende Künstler*innen sind – und was passiert, wenn Artists einfach füreinander Räume schaffen.










