„Velvet Seas“: Kraak & Smaak bringen kalifornisches Licht nach Leiden

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Kraak & Smaak veröffentlichten gestern ihr neues Album „Velvet Seas“ – und zeigen, wie weit elektronische Musik heute reichen kann. Das niederländische Trio um Oscar de Jong, Wim Plug und Mark Kneppers hat in den letzten 20 Jahren einen unverwechselbaren Sound geschaffen: irgendwo zwischen Disco, Funk, Soul und elektronischem Pop.

Jetzt kehren sie mit einem Album zurück, das diesen Mix weiterdenkt – aufgenommen zwischen ihrer Heimat Leiden und Los Angeles. „Velvet Seas“ klingt nach Sonnenuntergang über der Westküste, nach Analog-Synths und nach jener leichten Melancholie, die Kraak & Smaak schon immer ausgezeichnet hat. Es ist ein Album, das Retro und Zukunft nebeneinander stellt – ohne sich für eines entscheiden zu müssen.

Zwischen Funk, Psychedelia und Pop

Das 13 Songs starke Album bringt eine beeindruckende Gästeliste zusammen: Izo FitzRoy, IVAR, Butter Bath, The Undercover Dream Lovers, Kainalu, iogi und Kosta G (vormals PWNT) verleihen den Tracks ihre eigene Handschrift. Die Band beschreibt „Velvet Seas“ als „gleichzeitig Fortsetzung und Neubeginn“ – ein Satz, der die Richtung gut trifft.

Songs wie „Herbs & Wine“ oder „Velvet Seas“ selbst setzen auf warme Soul-Vocals und dichte Arrangements, während Tracks wie „Heat“ oder „Isn’t It Strange“ in Richtung Psychedelia und Funk aufbrechen. Dabei behalten Kraak & Smaak stets ihren charakteristischen Groove, der live genauso funktioniert wie im Kopfhörer. „Travel Light“ und „Open the Blinds“ bringen mit Orchester-Strings und funkigen Bläsern eine Leichtigkeit rein, die selten geworden ist. Und doch wirkt alles durchdacht, fast filmisch.

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Rückblick und Ausblick

Mit „Velvet Seas“ fassen Kraak & Smaak zwei Jahrzehnte Erfahrung zusammen – und öffnen gleichzeitig ein neues Kapitel. Seit ihren ersten Erfolgen mit „Boogie Angst“ und dem Hit „Squeeze Me“ haben sie sich von Clubacts zu globalen Live-Größen entwickelt, die auf Festivals wie Coachella, Glastonbury oder Sziget spielen.

Ihre Produktionen und Remixes für Artists wie Röyksopp, Moby oder Aretha Franklin zeigen, dass sie im internationalen Kontext längst etabliert sind. Das neue Album erscheint über ihr eigenes Label Boogie Angst und wird von einer Tour begleitet, die sie durch Europa und 2026 in die USA führen wird – inklusive eines Release-Konzerts beim Amsterdam Dance Event. „Velvet Seas“ wirkt wie eine Einladung, sich Zeit zu nehmen: für Sounds, die altbekannt und trotzdem frisch klingen, für Songs, die gleichzeitig bewegen und entschleunigen.

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