Die Menge brodelte beim Tanz auf dem Vulkan in Berlin

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Am 02. Juli bebte der Boden in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Während am Haupteingang das Publikum Schlange steht, um seinen Abend mit dem Stück „Zar und Zimmermann“ in den gelb gepolsterten Sesseln zu genießen, ist am Hintereingang klar: An diesem Abend wird gefeiert und getanzt beim „Tanz auf dem Vulkan“. Das ehrenamtliche Festival ging in die vierte Runde und stellte wieder ein Programm mit „Chor trifft Pop-Kultur“ auf die Bühne. Drei Artist aus der deutschen Musiklandschaft gestalteten den Abend mit ihren Songs-begleitet vom jungen Chor der Deutschen Oper Berlin. Neben dem Indie Sänger Ivo Martin traten auch Rapperin MARNELE und BHZ Mitglied Longus Mongus auf.

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Chor + Musiker*innen = Tanz auf dem Vulkan

Eröffnet hat den Abend Ivo Martin. Der 21-jährige NRWler bewegt sich in seinen Liedern zwischen Melancholie und Glücksgefühlen und bot mit seinen Stücken eine Grundlage, mit dem er und der junge Chor fast schon verschmolzen. Man hätte meinen können, der Chor gehört fest zum Repertoire. Nach einer Dreiviertelstunde gab es eine Umbau- und Raucherpause und die junge, aus Bochum stammende, Rapperin MARNELE übernahm das Mic. Mit ihren selbstbewussten und direkten Texten, die zwischen Verletzlichkeit und Kampfgeist tanzen, sorgte sie für ausreichend Stimmung. Als dann noch die jungen Chorist*innen auf die Bühne kamen, war das Aufeinandertreffen konträrer Musikstile auf seinem Höhepunkt.

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Leute, zieht alle eure Schuhe aus!

Zu guter Letzt betrat Longus Mongus barfüßig die Bühne und lenkte mit einem einstündigen Auftritt das Ende des Abends ein. Mit seiner Leichtigkeit, die manchmal doch schwerer ist, als man beim ersten Hinhören denken würde, brachte er das Publikum zum Nachdenken und zum Runterkommen. Den Abschluss bildete er mit „kleiner Prinz“, einem Song seines verstorbenen Bandkollegen „Dead Dawg“, welcher zusammen mit dem Chor für einen Gänsehautmoment sorgte.

Alle drei Musiker*innen trugen durch ihren eigenen Musikstil zu der Besonderheit des Abends bei. Jedoch waren sich am Ende alle einig: Die Chorist*innen waren die eigentlichen Stars des Abends.

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Für eine junge, kreative und demokratische Zukunft

Organisiert wurde die Veranstaltung von den Vereinen „Kollektiv Untergang“ und WeGoApart with ART, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper Berlin. Als Ziel setzt sich das Kollektiv Untergang, der Jugend die Zukunftsangst zu nehmen und gemeinsam „positiv dem Untergang entgegenzuschreiten“. Die Veranstalter*innen setzten mit diesem Mini-Festival ein Zeichen und verdeutlichen, „wie mächtig Musik als Werkzeug für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratisches Engagement wirkt“. Gemeinsam wollen sie Menschen zusammenführen und der politischen Spaltung in Deutschland entgegenwirken. Zusätzlich wurde mehrmals zu Spenden für die DKMS und OUTREACH. Berlin aufgerufen.


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