„Beautiful Madness“: Norwegische Alt-Pop-Künstlerin Bellefolie mit Debüt
Die norwegische Alt-Pop-Künstlerin Bellefolie hat am 30. Januar ihr Debütalbum „Beautiful Madness“ über Apollon Records veröffentlicht. Das Album kreist um emotionale Erstarrung in Zeiten permanenter Krisen – und die Suche nach einem Weg zurück ins Fühlen.
Im Zentrum steht „Modern Apathy“, in dem Bellefolie die zentrale Frage stellt: „If the world is at stake, but you feel nothing.“ Ihre Stimme – zerbrechlich und intensiv zugleich, mit Anklängen an Björk – trifft auf flirrende Click-Tracks, versetzte Rhythmen und überlagerte Vocal-Layer.
Zwischen norwegischer Wildheit und Pariser Schärfe
Bellefolie verbindet ihre Herkunft von der norwegischen Westküste mit Einflüssen aus ihrer Zeit in Paris, darunter ein Aufenthalt im Heinrich-Heine-Haus. Der Name „Bellefolie“ – französisch für „schöne Verrücktheit“ – verweist auf jenen ungezähmten Teil des Menschlichen, der sich gegen glatte Erzählungen sträubt.
Die neun Songs entwickeln eine Bewegung von der Lähmung hin zur Rückkehr in ein fühlendes Selbst. „Your Gates“ handelt vom Scheitern von Nähe, „Tiny Lullaby“ ist ein radikal intimer Abschiedssong ohne Metaphern, während „In the Clouds“ persönliche Trauer mit afrikanischer Lyrik und barocker Kompositionslogik verwebt.
Erste Konzerte in Deutschland
Musikalisch zeigt sich eine stilistische Kühnheit mit dramatischen Streichern, arabisch gefärbten Skalen und Einflüssen aus experimentellem Hip-Hop sowie francophonem Pop. Auftritte in Paris und London sowie eine Tour mit Sivert Høyem haben bereits gezeigt, welches Potenzial in dieser Musik steckt.
Bellefolie spielt am 3. Februar in Köln (Die Wohngemeinschaft) und am 4. Februar in Berlin (Prachtwerk). Kann Bellefolie mit diesem intensiven Debüt international durchstarten?
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