Jannik Beck veröffentlicht „herz aus porzellan“ – Einsamkeit hinter dem Glanz

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Hinter Prada-Fits und Spiegelreflexionen steckt manchmal ein Vakuum. Jannik Beck, Hamburger Indie-Rapper, hat letzte Woche seine neue Single „herz aus porzellan“ veröffentlicht, einen Song über das Gefühl, in einer Welt aus Statussymbolen und Hochglansfassaden trotzdem komplett allein zu sein.

Der Song greift dort an, wo es wehtut: nicht bei Herzschmerz durch andere Menschen, sondern bei dem Schmerz, den man sich selbst zufügt, wenn man sich jahrelang als Versager abstempelt. In den Lyrics rechnet Jannik Beck ohne Umwege mit sich selbst ab: „Dieser scheiß Idiot / Ja der bin ich seit 5 Jahren.“

wenn Äußeres und Inneres auseinanderfallen

Das Thema ist nicht neu, die Direktheit aber schon. Jannik Beck beschreibt einen Großstadtjungen, der von hohen Gebäuden und Erwartungen erdrückt wird. Der Refrain bringt das Paradox auf den Punkt: Drei Tausend Follower im Spiegel, aber kein Label, das das innere Loch füllt.

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Der Song lebt von dieser Spannung zwischen Außenwirkung und dem, was bleibt, wenn man allein ist. Produziert von vydeebeats, gemixed und gemastert von prodbyfivestars, trägt das Ergebnis eine Energie, die zwischen aufgewühltem Indie-Pop und deutschsprachigem Rap balanciert. Die Social-Assets wurde von @leonmachtwelle gedreht und dürfte den Kontrast zwischen Glanz und Innenleben visuell weiter aufgreifen.

„Ich schrei gegen den Wind“ – Verletzlichkeit als Haltung

Wer die frühere Single „wort aus glas“ von Jannik Beck kennt, weiß, dass er sein Songwriting konsequent in eine Richtung entwickelt: raus aus der Komfortzone, rein in die Wunde. „herz aus porzellan“ ist dabei sein bisher persönlichster Schritt.

Der Song endet nicht mit Auflösung, sondern mit dem Geräusch von Glas, das in der Brust klirrt, bei jedem Schritt. Wer selbst Phasen kennt, in denen Erfolg und Erschöpfung gleichzeitig existieren, wird sich in diesem Track wahrscheinlich wiederfinden. Jannik Beck macht daraus keine große Geste, sondern einfach einen ehrlichen Song. Habt ihr euch selbst schon mal in einer Situation gefühlt, in der der äußere Glanz und das innere Erleben so weit auseinanderlagen wie bei Jannik Beck?

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