„ILMILMN“ – Nina pflückt Blümchen zur Selbstbefragung
Am Donnerstagabend ist das neue Album von Nina Chuba „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ auf dem Reeperbahnfestival zur Welt gekommen. Und was ein Brecher-Album! In 19 Tracks fächert Nina uns die vielen Facetten ihrer Gefühls- und Lebenswelt, aber auch ihres musikalischen Ausdrucks auf.
„Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ – am Ende doch ein klares „Ja“ zur Selbstliebe
„Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ klingt wie eine Anlehnung an die Alben ihres Feature-Partners makko „Lieb mich oder lass es“. Nina legt allerdings den Fokus auf Selbstliebe und gibt die Hoffnung oder die Verantwortung ab an das Spiel des Blümchenpflückens. Obwohl das nicht gerade nach Empowerment klingt, hört sich das Album deutlich oder auch zwischen den Zeilen doch ganz doll nach Selbstliebe an.
In den Trennungssongs „Wenn das Liebe ist“ oder „Fucked Up“ entscheidet sich Nina für sich oder hält sich selbst im Arm wie in ihrem Song „Unsicher“, der als Vorab-Single schon so sehr viele junge Leute abgeholt hat und eine neue Nina-Ära eingeleitet oder zumindest eine neue Nina-Facette aufgezeigt hat.
Nina hat sich viel Zeit für dieses Album genommen und das hört man raus. Insgesamt hat sie 2 1/2 Jahre an „Ich liebe mich, ich liebe mich nicht“ gearbeitet, wie die Künstlerin auf Social Media teilt. „ILMILMN“ ist kein Konzeptalbum. Die Songs nehmen nicht wirklich Bezug aufeinander, aber machen klar: Nina ist nicht nur eine Sache.
Ninas Peter Fox-Liebe ist hörbar auf „ILMILMN“
Tracks, die einen durch die Nacht bringen, wo einem wieder Ninas Peter Fox-Liebe einfällt, der ganz genau dieses Gefühl immer voranbringt, was Nina auch so zu lieben scheint. „Jung, dumm und frei“, „Lululemonsquezzy“ oder auch „Mama Shoot“, nicht nur der Gebrauch von Bläsern mutet an die Seeed-Vergangenheit von Peter Fox, auch die Erzählweise ist in diesen Songs ähnlich. Den raumeinnehmend, ein bisschen über allem schwebend, aber trotzdem mittendrin.
Woman Power à la Nina Chuba
Ob der selbstbetitelte Song „NINA“ oder die „Rage Girl(s)“, weibliches Selbstbewusstsein wird gefeiert auf dem neuen Nina Chuba-Album. Auch „3 Uhr Nachts“ dreht sich rund um eine Frauenfreundschaft und wie wichtig diese sind und wie es schmerzt, die zu verlieren „Zwei Chicas gegen den rset und auf einmal bist du weg“. Mit diesem Nostalgie-Gefühl und dem Wunsch zurück in die Zeit zu gehen, erinnert der Song auch ein bisschen an „Ribs“ von Lorde. Heraus sticht auch „Malediven“, Nina inszeniert sich als Femme Fatale oder Nymphe, die in erster Linie auf sich selbst bedacht ist und Männerherzen bricht.
Nina freut sich und wir freuen uns mit
Ich hab mir so oft den Kopf zerbrochen, gelacht und geweint, gezweifelt und gebrannt. Als ich angefangen habe daran zu arbeiten, hätte ich niemals gedacht, dass es sich am Ende SO anhören wird. Und das ich es soo sehr lieb haben werde.
Wer Nina Chuba in concert sehen möchte, ist damit sicher nicht alleine, denn Nina füllt mittlerweile Hallen. Auch 2026 geht sie wieder auf Tour – also seid schnell und staubt euch noch ein Ticket ab!
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