Zwischen Rockabilly und Zerrissenheit: shame mit neuer Single „Quiet Life“

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Mit „Quiet Life“ legen shame eine zweite Single nach, die klanglich direkt in die Rippen geht. Der Track wirkt wie ein verschärfter Gruß an die eigene Vergangenheit – ein Rockabilly-Monolog, der sich zwischen den dunklen Ecken von The Gun Club und The Cramps bewegt. Sänger Charlie Steen erzählt von innerer Zerrissenheit, einer toxischen Beziehung und dem schwierigen Drang nach Veränderung.

Die Zeile „Spent too much time on my knees / Round here nothing’s good for me / But I still can’t make the choice to leave“ bringt das Dilemma schnörkellos auf den Punkt. shame ziehen dabei alle stilistischen Register: klappernde Gitarren, nervöses Schlagzeugspiel und ein Gesang, der immer kurz vorm Kippen steht. Die zweite Single macht keine Kompromisse – sie kratzt, beißt und bleibt hängen.

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Zwischen Frust und Faulheit: Der Sound von „Quiet Life“

Die Produktion von John Congleton verpasst dem Song eine raue Oberfläche, die trotzdem strukturiert bleibt. Während der Titeltrack „Cutthroat“ mit massiven Riffs und treibender Rhythmik Aufmerksamkeit erzeugte, wirkt „Quiet Life“ fast punkig minimalistisch – dafür emotional umso aufgeladener. Die Band ist hörbar tight und legt eine Intensität an den Tag, die mehr nach Clubshow als nach Stadion klingt. „Quiet Life“ ist kein Ohrwurm im klassischen Sinne, sondern ein Stück, das sich über Haltung definiert.

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Ausblick aufs Album und Tourstart

„Quiet Life“ ist Teil des kommenden Albums „Cutthroat“, das am 05. September 2025 erscheinen wird. Die Vorfreude dürfte vor allem bei denjenigen steigen, die shame bereits live erlebt haben – denn zur Albumveröffentlichung geht’s auch auf Deutschlandtour: Köln, Hamburg, Berlin und München stehen auf dem Plan.

Für eine Band, die sich gerne live den Staub von der Haut spielt, ist das Release-Datum also mehr als nur ein Kalenderblatt. shame bleiben sich treu – wütend, sarkastisch und mit einem Sound, der genau weiß, wann er schubst und wann er tritt. Mit „Quiet Life“ werfen shame einen weiteren Stein ins Wasser – der Nachhall dürfte noch eine Weile spürbar sein.

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