YAGUT veröffentlicht mit „Luft“ eine ruhige, aber klare Ansage
Mit ihrer neuen Single „Luft“ lässt YAGUT nicht nur hören, sondern spüren, wie eng es manchmal in einem selbst werden kann. Die Berlinerin formuliert Gefühle, die viele kennen, aber selten teilen – „Gib mir Luft, nur ein bisschen Luft“ heißt es in einer der zentralen Zeilen. Ohne Umwege landet der Track genau da, wo es wehtut: bei Selbstzweifeln, mentaler Überforderung und dem Wunsch nach Stille.
Produziert wurde die Single von Jan van der Toorn, der in den Credits von Artists wie Samy Deluxe oder Ashanti auftaucht. Hier hält er sich klug zurück, lässt YAGUTs Stimme Platz, schafft ein Soundbett aus minimalistischem R&B und reduziertem Pop. Die Produktion wirkt zurückgenommen – und genau dadurch eindringlich.
Wenn Stille zur Sprache wird
YAGUT formuliert ihre Gefühle nicht als Problem, sondern als Zustand. „Luft“ dreht sich nicht um klassische Herzschmerz-Themen, sondern um die eigene Innenwelt. Der Text wirkt intim, aber nicht weinerlich. Statt lauter Emotionalität entscheidet sich YAGUT für ruhige Klarheit.
Ihre Stimme schwebt weich über sanft gesetzten Beats, der Refrain bleibt hängen – ohne sich aufzudrängen. Unterstützt wurde sie beim Songwriting unter anderem von Amanda, IAML und Jan van der Toorn. Wer hier nach klassischen Hooks oder Uptempo sucht, wird nicht fündig. Stattdessen entsteht ein Raum, in dem Zuhören wichtiger ist als Mitsingen. YAGUT nutzt die deutsche Sprache ohne Pathos – aber mit Gefühl.
Kein Drama, nur Realität
Für YAGUT ist „Luft“ mehr als nur eine Auskopplung – es ist ein Statement. Mit Blick auf die noch für dieses Jahr angekündigte EP „Ego“ zeigt die Single, wohin sich YAGUT künstlerisch bewegt. Ihre musikalischen Einflüsse reichen von Brandy bis Tori Kelly, aber die Energie kommt klar aus Berlin.
Ihre bisherigen Zusammenarbeiten mit Cassandra Steen oder Marvin Game haben ihr eine gewisse Aufmerksamkeit gebracht – doch mit „Luft“ gelingt ihr ein Stück Eigenständigkeit, das sich absetzt. Der Track fordert keine Aufmerksamkeit, er bekommt sie durch seine Ehrlichkeit. „Luft“ klingt nicht laut – aber lange nach.
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