Stimm-Debüt und Rock-Hommage: Thomas Raggi mit „MASQUERADE“ statt Måneskin
Mit „Masquerade“ hat Thomas Raggi, bisher vor allem als Gitarrist der italienischen Rockband Måneskin bekannt, nun sein erstes Soloalbum vorgelegt. Damit folgt er seinen Bandkollegen Damiano David und Victoria De Angelis. Im Gegensatz zu ihnen bleibt er dem Rock jedoch treu – und knüpft mit seinem 8-Track-Longplayer direkt an das Motto an, das Måneskin 2021 beim ESC-Sieg prägte: „Rock and Roll never dies!“
Im Vergleich zu anderen Debütalben kommt Thomas Raggis Solo-Werk mit einem klaren Twist. Als passionierter Gitarrist stand für ihn der Gesang bislang nie im Mittelpunkt. Also hat er sich für MASQUERADE eine beeindruckende Auswahl an Rock-Ikonen ins Boot geholt. Die Idee dahinter: ein gemeinsames Projekt, das die Stärken verschiedener Artists bündelt. Gesagt, getan: Tom Morello (Rage Against the Machine) produzierte das Album. Unterstützt wird Raggi von Nic Cester (Jet), Chad Smith (Red Hot Chili Peppers) und Matt Sorum (The Cult, Guns N’ Roses). Dazu kommen Künstler:innen Maxim, Franz Ferdinand, Upsahl, Hama Okamoto, THE S.L.P, Kasabian, Luke Spiller und Alex Kapranos, die sowohl als Band als auch am Mikrofon mitwirken.
Als kreativer Kopf und gewissermaßen Vater des Projekts wollte Thomas schließlich aber nicht allein als Gitarrist auftreten, sondern auch mal selbst zum Mikro greifen. Dafür hatte er in den vergangenen Monaten viel Arbeit in seine Stimme investiert.
in the last six months I took some classes, in terms of lyrics and melodies, and I experimented in this new world and this new side of myself. Of course, my main focus is to be a guitar player. But I think that for any artist it’s important to evolve and to experiment with different sides of that.
Rock’n’Roll für die nächste Generation
Schon nach den ersten Sekunden von MASQUERADE spürt man, wohin Thomas mit seinem Solo-Debüt will: zurück zu den Wurzeln des Rock’n’Roll – aber mit einem Puls, der eindeutig im Heute schlägt. Raggis Gitarren brechen mal rotzig, mal hymnisch hervor, während die wechselnden Feature-Artists jedem Track ihre eigene Handschrift und Persönlichkeit aufdrücken, ohne je Raggis Vision zu überdecken.
Dass dieses Album so vielschichtig klingt, liegt nicht zuletzt an der beeindruckenden Kreativität, die hinter den Songs steckt. Produzent Tom Morello beschreibt Raggi als jemanden, der kaum zu bremsen ist: „Thomas is an incredibly prolific person – there must have been about 40 really good contenders for songs for this record… He kept sending me more and more songs – I was like, ‘At some point you’ve gotta stop, man!’“
Aus dieser Vielzahl an Ideen ist ein Album entstanden, das eher wie ein gemeinsames Rockprojekt wirkt als ein klassisches Solo-Debüt. Nur ein einziger Track – „You Spin Me Round“ – ist ein Cover. Der Rest sind Thomas’ eigene Kompositionen, interpretiert von einem Ensemble, das seinen Songs neue Dimensionen verleiht. Dadurch bekommt MASQUERADE etwas Kollektives: ein Album, das aus einem Kopf geboren wurde, aber durch viele Persönlichkeiten leuchtet.
Tom Morello, der mittlerweile zu einem guten Freund von Thomas geworden ist, sieht in dem Projekt weit mehr als nur ein weiteres Rock-Album. Für ihn knüpft MASQUERADE direkt an das an, was Måneskin bereits bei einer jüngeren Generation ausgelöst haben: die Wiederentdeckung der Wucht, der Anziehungskraft und der Unverfrorenheit von Rock’n’Roll. Raggis Album gehe, so sagt Morello, sogar noch einen Schritt weiter – weil es seine Einflüsse ehrt und zugleich neuen, aufregenden Rock für 2025 und darüber hinaus formt.
In MASQUERADE sieht er für Thomas eine Chance, wie er es nennt, „als Missionar des Rock’n’Roll“ unterwegs zu sein – und diese Energie in eine neue Ära zu tragen.
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